Uni Heidelberg: Studienteilnehmer mit zahnlosem Ober- und Unterkiefer gesucht

Im Rahmen einer aktuellen klinischen Studie sucht die Abteilung für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg Patienten mit zahnlosem Ober- und Unterkiefer, die mit dem Halt oder der Funktion ihrer Prothesen unzufrieden sind. 

Durch Implantate erhalten Totalprothesen einen stabilen Halt. Das führt zu einer deutlichen Steigerung der Kauleistung und der Lebensqualität. Foto: Shutterstock/SMA Studio

Durch Implantate erhalten Totalprothesen einen stabilen Halt. Das führt zu einer deutlichen Steigerung der Kauleistung und der Lebensqualität. Foto: Shutterstock/SMA Studio

Kraftvoll zubeißen auch ohne eigene Zähne?

Sie werden mit neuem Zahnersatz auf Implantaten versorgt: Bereits mit zwei Implantaten im Unterkiefer und vier Implantaten im Oberkiefer und darauf fixierten Druckknöpfen bekommen Totalprothesen stabilen Halt. Dies ist mit einer deutlichen Steigerung der Kauleistung und der Lebensqualität verbunden. Aspekte wie Lebensqualität, Kauleistung und Geschmackswahrnehmung der Studienteilnehmer sollen insbesondere beleuchtet werden. Patienten, die an der Studie teilnehmen, sparen einen Großteil der sonst für das Einsetzen der Implantate und die Anfertigung des Zahnersatzes anfallenden Gesamtkosten.

Etwa ein Viertel der 65- bis 74-jährigen Menschen ist zahnlos

In Deutschland ist etwa ein Viertel der 65- bis 74-jährigen Menschen zahnlos, wobei der Anteil der Zahnlosen mit zunehmendem Alter weiter ansteigt. Wenn alle Zähne fehlen, werden sie in den meisten Fällen durch Totalprothesen ersetzt. Auch wenn sie nach allen Regeln der zahnärztlichen Kunst hergestellt sind, stellen Totalprothesen für viele Patienten eine unbefriedigende Lösung dar.

Interessierte können einen unverbindlichen Beratungstermin vereinbaren:

Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik Heidelberg
Telefon: 06221/566040
E-Mail: mzk-prothetik@med.uni-heidelberg.de

Totalprothesen: für viele Patienten eine unbefriedigende Lösung

Der Grund dafür ist leicht nachzuvollziehen: Die Prothesen liegen ausschließlich auf der Schleimhaut auf. Insbesondere bei flachem Kieferkamm verrutschen sie beim Kauen klebriger oder harter Nahrung. Die Kaukraft und die Kauleistung sinken im Vergleich zu einem natürlichen Gebiss auf 20 bis 30 Prozent. Schmerzhafte Druckstellen treten häufig auf, manchmal auch ein Würgereiz oder eine gestörte Aussprache. Außerdem beschleunigt die Druckbelastung der Prothesen den Abbau des Kieferknochens und damit die weitere Verschlechterung des Prothesensitzes. Die psychologische Wirkung von wackelnden Prothesen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen; viele Betroffene meiden die Öffentlichkeit und ihr Selbstbewusstsein leidet.

Mit Zahnimplantaten ist man heute in der Lage, diese Situation wesentlich zu verbessern. In der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg werden Implantatgetragene Prothesen seit mehreren Jahren systematisch untersucht und dabei unter anderem neue Materialien und Behandlungsverfahren erprobt.

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