Sommerakademie der DGI: Angebot für junge Wissenschaftler, Kliniker und Praktiker

13. Sommerakademie der DGI: mit digitalen Verfahren das Knochenwachstum untersuchen (© Frommann)

13. Sommerakademie der DGI: mit digitalen Verfahren das Knochenwachstum untersuchen (© Frommann)

Zum dreizehnten Mal können junge Zahnärztinnen und Zahnärzte vom in diesem Sommer im Rahmen der DGI-Sommerakademie in Kiel moderne Forschungsmethoden in der Zahnmedizin kennenlernen und trainieren, heißt es in einer Veranstaltungsankündigung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. (DGI).

Die Sommerakademie der DGI, ein Angebot für junge Wissenschaftler, Kliniker und Praktiker, findet traditionell an der Klinik für MKG-Chirurgie  des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel statt. Die wissenschaftliche Leitung haben Prof. Dr. Dr. Jörg Wiltfang und Prof. Dr. Yahya Açil, Kiel, sowie Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Kassel. Organisation und  Moderation liegen in den Händen von Dr. Eleonore Behrens, Kiel.

Im Zentrum der Sommerakademie vom 29. Juni bis 3. Juli 2015k stehen sieben Themenkomplexe: Hartschliffhistologie, Zellkultur, Analytik, Implantatprothetik, Wissenschaftsmanagement, Statistik und ein Projektforum. Experten vermitteln innerhalb dieser Komplexe ein breites Spektrum von Methoden und modernem Know how. Dabei geht es nicht nur um Theorie, sondern die Teilnehmer sind selbst im Labor aktiv. Sie lernen Sequenziermethoden für Genanalysen kennen, züchten Osteoblasten und arbeiten mit verschiedenen Mikroskopiertechniken.

Die Implantologie gehört zu den besonders forschungsintensiven Bereichen in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. „Wer die rasante Entwicklung unseres Querschnittfaches durch eigene Forschungsarbeiten mit gestalten will – ob in Klinik, Labor oder Praxis – muss eine Vielzahl technischer Verfahren kennen, die zum Standard-Repertoire der modernen biomedizinischen Wissenschaften gehören“, erklärt DGI-Pastpräsident Prof. Dr. Hendrik Terheyden, Kassel.

Doch nicht nur der wissenschaftliche Nachwuchs profitiert von dieser Ausbildung. „Auch Praktiker, die nicht selber forschen, aber beispielsweise die wissenschaftliche Literatur verfolgen wollen, haben einen Nutzen von der Sommerakademie“, sagt Terheyden. Schließlich sei auch in der Fachliteratur ist nicht alles Gold, was glänzt. Kenntnisse in den Bereichen Statistik und Studien sowie Wissen über die Rahmenbedingungen der modernen Forschung erleichterten die Navigation durch die Vielzahl neuer Forschungsergebnisse und würden helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Natürlich verändern sich die Inhalte der Akademie im Laufe der Jahre. „Die Histomorphometrie läuft mittlerweile digital, und digital erfolgt beispielsweise auch die Auswertung des Knochenwachstums in Biopsien nach einem Sinuslift“, beschreibt Terheyden einige Veränderungen in den vergangenen Jahren.

Die Dozenten bei dieser etwas anderen „Kieler Woche“ (C. Dörfer, J. Hedderich, H. Kalthoff, M. Kern, B. Kurz, P. Rosenstiel, S. Wille) kommen nicht nur von der CAU Kiel, sondern auch aus Mainz (B. Al Nawas und J. Karbach), Göttingen (F. J. Kramer) und Regensburg (T. Reichert).

Die DGI e.V. erleichtert Assistenten und Studierenden die Teilnahme durch einen Kosten-Zuschuss. Mehr Informationen unter www.dginet.de/web/dgi/sommerakademie.

This page as PDF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*