„Das Schönste am Zahnarztberuf ist die Selbstständigkeit“

Zahnärztin Denisse Ohanian berichtete beim Netzwerknachmittag auf der IDS am Stand von DZW und Chance Praxis über ihre Erfahrungen.

Dr. Denisse Ohanian (rechts) sprach mit Dr. Karin Uphoff (links) beim ladies dental talk career auf der IDS über ihre Erfahrungen mit der Praxisgründung und -führung. Foto: Samya Bascha-Döringer

Dr. Denisse Ohanian (rechts) sprach mit Dr. Karin Uphoff (links) beim ladies dental talk career auf der IDS über ihre Erfahrungen mit der Praxisgründung und -führung. Foto: Samya Bascha-Döringer

Die Düsseldorfer Zahnärztin Dr. Denisse Ohanian ist stolz. Darauf, dass sie eine erfolgreiche Praxis aufgebaut hat, dass sie Kind und Beruf vereinbart und dass sie mit ihrem Mann, der ebenfalls Zahnarzt ist, eine berufliche und private Beziehung auf Augenhöhe führt. Die Freude am Beruf und am Leben strahlt die gebürtige Rumänin aus und macht damit auch jungen Frauen Mut zur Selbstständigkeit.

Beim ersten ladies dental talk career auf der IDS in Köln am 23. März am Stand der DZW sprach die Zahnärztin mit chirurgischer Erfahrung über ihren Werdegang. Eingeladen hatten Netzwerk-Initiatorin Dr. Karin Uphoff, die Strategie-Partner Deutsche Apotheker- und Ärztebank sowie PVS dental.

Weitere Netzwerkabende für junge Zahnmedizinerinnen

Junge Zahnmedizinerinnen sind herzlich eingeladen, sich mit Gleichgesinnten oder erfahrenen Zahnärztinnen bei den Netzwerkabenden auszutauschen. Folgende Termine stehen für dieses Jahr fest:

  • Mittwoch, 12. Juni, in Hannover
  • Donnerstag, 23. November, in Frankfurt
  • Mittwoch 15. November, in Marburg
  • Mittwoch 29. November, in Düsseldorf

Auch zu den anderen Netzwerkabenden können sich Studentinnen und Assistenz-Zahnärztinnen über www.ladies-dental-talk.de anmelden.

Nähere Informationen zu den Abenden, zum Netzwerk young dental ladies und der Möglichkeit, sich zu vernetzen, finden junge Frauen hier.

Nach zwei Jahren alle Erwartungen übertroffen

Nach ihrem Studium, der Doktorarbeit und einigen Berufsjahren in Rumänien zog Denisse Ohanian nach Deutschland. Dort arbeitete sie zunächst als Assistenzzahnärztin in Berlin. Der Wunsch, sich irgendwann selbstständig zu machen, war von Anfang an da. „Ich wollte selbst bestimmen, wann ich meinen Sohn von der Kita abhole, welche Materialien ich verwende und wie ich meine Praxis einrichte.“
Als sie von einer großen Praxis in Düsseldorf erfuhr, die ihr gefiel, wagte sie den Schritt von der Anstellung in die Praxisübernahme. „Ich habe mich frühzeitig von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank beraten lassen und konnte ganz ohne Eigenkapital in die Selbstständigkeit starten. Die Bank ging für die ersten Jahre von Einnahmen-Einbußen von ca. 15 Prozent aus. Mit 15 Prozent Plus schon nach zwei Jahren habe ich alle Erwartungen übertroffen“, erinnert sich Dr. Denisse Ohanian.

Zeit für Patienten und Fortbildungen

Und auch in anderen Bereichen holte sich die Zahnärztin professionelle Unterstützung, suchte sich ein Steuerbüro und Abrechnungs-Support über die PVS dental. „Ich liebe meinen Beruf und möchte viel Zeit am Stuhl und in Fortbildungen verbringen. Für Praxisorganisation, Abrechnung usw. habe ich Partner und ein starkes Team, das mich unterstützt.“

Expertinnen und Partnerinnen des ladies dental talk career. Von links: Dr. Denisse Ohanian, Netzwerkgründerin Dr. Karin Uphoff, Chance-Praxis-Redakteurin Monia Geitz, Abrechnungsspezialistin Malene Görg (PVS dental), Uni-Partnerin Düsseldorf Dr. Astrid Klocke, Steuerberaterin Eva Matusevicz (VPmed Steuerberatungsgesellschaft) sowie PVS dental-Ansprechpartnerin Anette Fischer (Foto: Samya Bascha-Döringer)

Expertinnen und Partnerinnen des ladies dental talk career. Von links: Dr. Denisse Ohanian, Netzwerkgründerin Dr. Karin Uphoff, Chance-Praxis-Redakteurin Monia Geitz, Abrechnungsspezialistin Malene Görg (PVS dental), Uni-Partnerin Düsseldorf Dr. Astrid Klocke, Steuerberaterin Eva Matusevicz (VPmed Steuerberatungsgesellschaft) sowie PVS dental-Ansprechpartnerin Anette Fischer (Foto: Samya Bascha-Döringer)

„Familie und Beruf lassen sich vereinbaren, wenn man sich gut organisiert“

Das Curriculum für Implantologie machte sie ebenso wie eine Zertifizierung in Funktionsdiagnostik. Zurzeit bildet sie sich in Diagnostik und Therapie crandimandibulärer Dysfunktionen weiter. Auch den Wunsch nach einer Familie hat sich die Zahnärztin neben der Praxis erfüllt und ist heute Mutter eines schulpflichtigen Sohns. „Familie und Beruf lassen sich vereinbaren, wenn man sich gut organisiert und Hilfe annimmt“, so die Düsseldorfer Zahnärztin. Und verriet auch ihre Zukunftspläne: „Ich könnte mir gut vorstellen, eine zusätzliche Praxis in Düsseldorf für meine Stammpatienten zu eröffnen.“

Tipps der Expertinnen vor Ort:

Stephanie Schroeder, Deutsche Apotheker- und Ärztebank:

Auch wenn die Gründung gefühlt noch in weiter Ferne ist, empfehlen wir ein Beratungsgespräch. Dann kann man für sich sondieren, wo die eigenen Wünsche liegen, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten usw. Wir unterstützen mit Investitions- und Kostenanalysen und haben Erfahrungswerte, was Neugründungen und Praxisübernahmen betrifft. Wenn die apoBank einer Finanzierung zustimmt, gelingt diese in mehr als 90 Prozent der Fälle auch.

Abrechnungsspezialistin Malene Görg und Anette Fischer, PVS dental:

Wer sich früh nach geeigneten Netzwerkpartnern, auch im Bereich Abrechnung, umschaut, kann die Aufgaben von Anfang an gut strukturieren und sich damit viel Zeit und Geld sparen und seine Nerven schonen. Wichtig bei der Auswahl ist, dass die Chemie stimmt und man sich nicht nur fachlich, sondern auch menschlich gut aufgehoben fühlt.

Uni-Partnerin Düsseldorf Dr. Astrid Klocke

Eine Uni-Karriere ist eine Alternative zur Selbstständigkeit für alle Frauen, die neben der zahnärztlichen Arbeit besonderen Wert auf den kollegialen Austausch und die Weiterentwicklung und Forschung in der Zahnmedizin legen. Mir machen auch die Lehre und der enge Kontakt zu Studierenden viel Spaß.

Steuerberaterin Eva Matusevicz, VPmed Steuerberatungsgesellschaft

Ob Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung oder Investitions- und Kostenpläne. Das Thema Steuern begleitet eine Praxis von Anbeginn an. Deshalb empfehlen wir eine Beratung zeitig vor der Gründung, damit Fehler frühzeitig vermieden werden können. Zudem hat man genug Zeit um festzustellen, ob man zueinander passt. Denn Vertrauen ist eine wichtige Basis für eine gute Zusammenarbeit.

ladies dental talk career:
Aus der Sehnsucht erfahrener Zahnärztinnen geboren

Zum Einstieg des career-Nachmittags stellte die Gründerin des ladies dental talk, Dr. Karin Uphoff, das junge Format für Zahnmedizinstudentinnen und junge Zahnmedizinerinnen im Gespräch mit Medien-Partnerin Dr. Marion Marschall vor. „Der ladies dental talk career wurde aus den Netzwerkabenden für erfahrene Zahnärztinnen geboren“, so Dr. Karin Uphoff. „Diese betonten immer wieder, wie sehr sie sich einen Austausch und vor allem unternehmerischen Input schon während des Studiums gewünscht hätten.

Engagierte Uni-Partnerinnen fördern den Austausch

Darauf haben wir reagiert. Mit Dr. Astrid Klocke (Düsseldorf), Dr. Silvia Brandt (Frankfurt), Dr. Nadine Freifrau von Maltzahn (Hannover) sowie Prof. Dr. Nicole Arweiler (Marburg) haben wir engagierte Uni-Partnerinnen, die den Austausch zwischen erfahrenen Zahnärztinnen und den jungen Zahnmedizinerinnen fördern und mit uns und unseren Expertinnen verschiedene Lebensentwürfe und Karrierewege aufzeigen.“

ladies dental talk und DZW/Chance Praxis: ein starkes Team

DZW-Chefredakteurin Dr. Marion Marschall sprach über die Bedeutung von Netzwerken für den eigenen Erfolg und die Stärkung der Dentalbranche. Foto: Samya Bascha-Döringer

DZW-Chefredakteurin Dr. Marion Marschall sprach über die Bedeutung von Netzwerken für den eigenen Erfolg und die Stärkung der Dentalbranche. Foto: Samya Bascha-Döringer

Das Thema „Frauen in der Zahnmedizin“ erfährt auch viel mediale Unterstützung durch die DZW und Chance Praxis. „Weil unternehmerischer sowie fachlicher Input die Frauen und damit die gesamte Branche stärkt“, so DZW-Chefredakteurin Dr. Marschall und Chance-Praxis-Redakteurin Monia Geitz. Außerdem sei Vernetzung eine Kommunikationsform der Zukunft, wenn es darum gehe, von- und miteinander zu lernen, sich auch standespolitisch zu engagieren und groß zu denken, sagt Dr. Marion Marschall. Und Monia Geiz hält es für wichtig, als Branchen-Medium eine Plattform für Beiträge aus erster Hand zu geben und Themen sowie Impulse von Zahnmediziner(inne)n aufzugreifen.

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