Katrin Egenberger im kompakten Interview: Das müssen Sie jetzt wissen

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In vielen Zahnarztpraxen wird der Personalmangel immer spürbarer: Gesuchte Fachkräfte sind knapp, damit steigt die Zahl der Berufsumsteiger, die als neue Teammitglieder einsteigen. Ein seit 2025 angebotener, bis zu 100 % förderfähiger Fernkurs soll diesen Übergang erleichtern und prägt inzwischen den Alltag in zahlreichen Praxen.

Warum Praxen jetzt verstärkt auf Quereinsteiger setzen

Die Nachfrage nach qualifizierten Zahnmedizinischen Fachangestellten bleibt hoch, Ausbildungsplätze reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken. Vor diesem Hintergrund öffnen sich Praxen zunehmend für Menschen, die aus anderen Branchen kommen und eine neue berufliche Perspektive im Gesundheitswesen suchen.

Für Patienten und Praxisteams hat das direkte Folgen: Ein schnellerer Personalaufbau kann Wartezeiten reduzieren und Routineabläufe stabilisieren. Gleichzeitig brauchen neue Kolleginnen und Kollegen gezielte Unterstützung, damit die Qualität der Versorgung nicht leidet.

Was der Fernkurs praktisch leistet

Der seit 2025 angebotene Fernlehrgang des PKV Instituts richtet sich an berufsfremde Interessierte und kombiniert medizinisches Grundwissen mit verwaltungstechnischen Inhalten. Er ist so konzipiert, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits vor oder parallel zum Einstieg in die Praxis Grundfertigkeiten erwerben können.

Wichtig ist: Der Kurs ersetzt nicht die klassische dreijährige Ausbildung zur ZFA, bereitet aber erheblich praxisnäher vor als reine Einführungsseminare. Absolventinnen und Absolventen verfügen nach dem Abschluss über Basiswissen in Abrechnung, Terminplanung und medizinischer Terminologie, was die Einarbeitungszeit verkürzen kann.

Konkreter Nutzen für die Praxis

  • Schnellere Einsatzfähigkeit: Geringere Anlaufzeit bei Routineaufgaben wie Patientenvorbereitung und Terminmanagement.
  • Entlastung im Büro: Mitarbeitende mit Kursvorwissen übernehmen Verwaltungsaufgaben zuverlässiger.
  • Flexiblere Personaleinsatzplanung: Quereinsteiger lassen sich gezielt auf bestimmte Aufgabenfelder schulen.
  • Langfristiges Potenzial: Nach 4,5 Jahren besteht die Möglichkeit, die Prüfung zur ZFA vor der Landeszahnärztekammer abzulegen.

Diese Vorteile setzen allerdings voraus, dass Praxen realistisches Erwartungsmanagement betreiben: Ein Neuzugang benötigt anfänglich Betreuung und Zeit, bis er oder sie zur Entlastung wird.

Welche Erfahrungen Quereinsteiger mitbringen – und wie Praxen davon profitieren

Viele Neueinsteiger haben vorher in Bereichen wie Handel, Gastronomie, Logistik, Verwaltung oder in anderen Gesundheitsberufen gearbeitet. Diese Vorerfahrungen bringen konkrete Stärken mit, etwa in Organisation, Kundenkommunikation oder digitalem Arbeiten.

Wer aus der Gastronomie kommt, versteht oft Stressresistenz und Serviceorientierung; aus der Verwaltung bringen Kandidaten ein Gefühl für Prozesse und Aktenführung mit. Solche Kompetenzen lassen sich gezielt nutzen, wenn das Aufgabenprofil in der Praxis klar definiert ist.

Einarbeitung: praktikable Schritte

Erfolgreiche Integration folgt keiner starren Formel, wohl aber bewährten Elementen:

  • Mentoring: Ein bis zwei erfahrene Teammitglieder übernehmen die Einarbeitung und sind feste Ansprechpartner.
  • Schrittweise Aufgabenübertragung: Beginn mit klar umrissenen, machbaren Tätigkeiten; Komplexeres folgt sukzessive.
  • Anpassung der Praxisprozesse: Prüfbare Abläufe schaffen Raum, um verwaltungstechnische Aufgaben sicher abzugeben.
  • Weiterbildung: Begleitende Kurse und interne Schulungen stärken Fachwissen und Selbstvertrauen.

Besonders wirksam ist eine strukturierte Einführung, die sich an der Ausbildungsordnung orientiert, aber die speziellen Bedürfnisse von Quereinsteigenden berücksichtigt.

Risiken und Stolpersteine

Zu den größten Herausforderungen gehören die medizinische Fachsprache, der Umgang mit Wunden und Körperflüssigkeiten sowie Abrechnungsfragen. Ohne sorgfältige Anleitung kann das Team überlastet werden und Frustration entsteht auf beiden Seiten.

Darum ist es entscheidend, Verantwortlichkeiten klar zu regeln und regelmäßige Feedbackrunden zu etablieren. Nur so lassen sich Überforderung vermeiden und gemeinsame Lernfortschritte sichtbar machen.

Fazit

Der Trend zum Quereinstieg ist eine pragmatische Reaktion auf den Fachkräftemangel in der Dentalbranche. Gut begleitet können berufsfremde Kräfte kurzfristig entlasten und langfristig zu stabilen Teammitgliedern heranwachsen. Entscheidend bleiben eine realistische Erwartungshaltung, strukturierte Einarbeitung und begleitende Qualifikationen wie der Fernlehrgang, der seit 2025 verstärkt genutzt wird.

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