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Professor Dr. Dr. Matthias Schneider ist seit Kurzem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG). Sein Anspruch: Ausbildung modernisieren, die fachliche Breite der MKG-Chirurgie sichtbar machen und die Interessen des Faches in einer Phase tiefgreifender Gesundheitsreformen stärker politisch zu vertreten — mit direkten Auswirkungen auf Ausbildung, Krankenhausversorgung und patientennahe Leistungen.
Schneider bringt Erfahrung aus Klinik, Forschung und Niederlassung mit und übernimmt das Amt in einer Zeit, in der Krankenhausreform, Fachkräfteengpass und digitale Umbrüche den Alltag der Medizin neu ordnen.
Bildung und Nachwuchs: zielgerichtete Reformen
Ein Schwerpunkt seiner Amtszeit liegt auf der Fortentwicklung der Weiterbildungsstrukturen. Schneider will bundesweit gleiche Regeln erreichen, damit berufliche Ausbildungszeiten sinnvoll angerechnet werden und der Einstieg ins Fach für Bewerberinnen und Bewerber mit zahnmedizinischem Hintergrund erleichtert wird.
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Praktische Ausbildung soll deutlich gestärkt werden: regelmäßige Hands-on-Kurse, OP-Simulationen und engere klinische Einbindung sollen die Vorbereitung auf operative Alltagssituationen verbessern.
Strategische Prioritäten der neuen Präsidentschaft
- Einheitliche Weiterbildungsregelungen: Umsetzung der neuen Muster-Weiterbildungsordnung in allen Landesärztekammern.
- Praxisnahe Lehre: Ausbau von Hands-on-Formaten und Simulationsangeboten.
- Universitäre Sicherung: Erhalt und Ausbau von Lehrstühlen sowie klinischen Versorgungsstrukturen an Hochschulstandorten.
- Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: stärkere Sichtbarkeit und finanzielle wie organisatorische Unterstützung.
- Stärkeres gesundheitspolitisches Auftreten: Verhandlungen zu Vergütungssystemen, Versorgungssicherung und Klinikstrukturen.
Die Anerkennung von Ausbildungszeiten – konkret: bis zu 24 Monate zahnärztlicher Weiterbildung, die bereits vor der ärztlichen Approbation angerechnet werden können – ist ein Beispiel für Lösungen, die Schneider als praxisgerecht bezeichnet und nun flächendeckend verankern will.
Fachliche Schwerpunkte: Onkologie, Rekonstruktion, Digitalisierung
Schneider will die onkologische Expertise der MKG-Chirurgie, einschließlich moderner medikamentöser Therapien und Immuntherapien, fester in den Leistungsbildern der Disziplin verankern. Das Ziel ist, bestehende Zertifizierungsmodelle für die medikamentöse Tumortherapie als integralen Bestandteil der MKG-Versorgung zu etablieren.
Parallel dazu steht die verstärkte Nutzung digitaler Technologien auf der Agenda. Planungstools, 3D-Verfahren und digitale OP-Planung sollen zur Routine werden und Eingriffe präziser sowie effizienter machen.
Warum das für Patienten und Kliniken wichtig ist
Wenn Ausbildungswege klarer gestaltet und digital gestützte Verfahren breiter genutzt werden, bedeutet das konkret: bessere operative Vorbereitung, schnellere Therapiewege und potenziell eine flächendeckendere Versorgung — gerade in Regionen, in denen Fachärztinnen und -ärzte knapp sind.
Auf Systemebene fordert die DGMKG unter Schneiders Führung, dass die Leistungen der MKG-Chirurgie in den ärztlichen und zahnärztlichen Vergütungssystemen angemessen abgebildet werden. Andernfalls drohen Verschiebungen bei der Versorgungsstruktur, die langfristig die Patientenlandschaft verändern könnten.
Vision: eine sichtbare, forschungsstarke Fachgesellschaft
Am Ende seiner Amtszeit strebt Schneider eine DGMKG an, die wissenschaftlich konkurrenzfähig ist, in der Lehre gut verankert und politisch deutlich wahrnehmbar.
Sein Credo: Nur durch eine Kombination aus stabilen Studien- und Weiterbildungsangeboten, gezielter Nachwuchsförderung und aktiver Gesundheitspolitik lässt sich die Zukunft der MKG-Chirurgie sichern — zugunsten von Patienten, Kliniken und dem Fach selbst.












