Formnext verändert Produktion jetzt: Das müssen Entscheider wissen

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Vom 17. bis 20. November 2026 versammelt sich die Branche in Frankfurt: Auf Formnext treffen Hersteller, Materialwissenschaftler und Anwender der additiven Fertigung zusammen, um neue Technologien und Produktionsstrategien zu diskutieren. Für Zahnärzte und Labore geht es dabei um handfeste Entscheidungen – von Materialwahl bis zur Integration digitaler Prozesse in den Praxisalltag.

Als internationale Leitmesse für industrielle 3D‑Fertigung verbindet Formnext Messeflächen mit einem begleitenden Kongressprogramm. Erwartet werden Präsentationen zu allen Stufen der Wertschöpfungskette: Pulver und Harze, Druckerplattformen, Software, Nachbearbeitung und Prüfverfahren. Die Kombination aus Live-Vorführungen und technischen Fachvorträgen erlaubt einen unmittelbaren Vergleich von Lösungen.

Warum das jetzt relevant ist

Längst geht es nicht mehr nur um Prototypen: In vielen Branchen, darunter die Dentaltechnik, verschiebt sich die Produktion in Richtung hybrider, digital gestützter Abläufe. Wer frühzeitig prüft, welche **Materialien** und **Automatisierungsstrategien** funktionieren, kann Investitionen zielgerichtet planen und Betriebskosten senken.

Die Messe bietet Gelegenheit, neue Zulassungs- und Qualitätsanforderungen direkt mit Herstellern zu diskutieren. Insbesondere für Praxislabore stellt sich die Frage, in welchem Umfang sich eine eigene AM‑Infrastruktur lohnt und welche Aufgaben besser an Dienstleister ausgelagert werden sollten.

Schwerpunkte und praktische Anwendungen

Auf Formnext werden thematische Bereiche mit konkreten Anwendungsbeispielen erwartet, darunter auch sektorenspezifische Foren für Medizin und Zahntechnik. Besucher sollten auf Demonstrationen zur Prozesssicherheit und Materialcharakterisierung achten – diese sind oft entscheidend für den klinischen Einsatz.

Bereich Was gezeigt wird Bedeutung für Zahnmedizin / Labor
Materialien Neue biokompatible Harze, Verbundwerkstoffe, Pulverqualitäten Haltbarkeit, Verträglichkeit und Indikationsspektrum für Provisorien und definitive Restaurationen
Drucksysteme Laser- und Polymerplattformen, Mehrfarb‑/Multimateriallösungen Produktionstempo, Präzision und Wirtschaftlichkeit im Laborbetrieb
Software & QA Workflow‑Management, Nesting‑Software, Mess‑ und Prüfmethoden Reproduzierbarkeit, Dokumentation und regulatorische Nachweise
Nachbearbeitung Entfernung von Stützstrukturen, Oberflächenbearbeitung, Sintern Oberflächenqualität, Passgenauigkeit und Zeitaufwand

Für Zahntechniker und Kliniker sind die praktischen Aspekte entscheidend: Wie lassen sich **chirurgische Schablonen**, Modelle oder Schienen effizient produzieren? Welche Restaurationsfälle eignen sich für gedruckte Lösungen, und wo bleiben konventionelle Verfahren überlegen?

  • Direkte Einblicke in aktuelle Maschinen- und Materialgenerationen
  • Vergleich von Inhouse‑ versus Outsourcing‑Modellen
  • Netzwerken mit Materiallieferanten, Softwareanbietern und Prüfstellen
  • Hands‑on: Qualitätsprüfungen und Workflow‑Demos

Die Messe signalisiert zudem technologische Trends: Größere Automatisierungsgrade, verbesserte Prozesskontrolle und eine stärkere Verzahnung von CAD/CAM‑Systemen mit Fertigungsanlagen. Wer diese Entwicklungen verfolgt, kann Risiken besser einschätzen und Investitionszyklen optimieren.

Formnext 2026 richtet sich nicht nur an Entwickler und Produktionsleiter, sondern ausdrücklich auch an Anwender aus Gesundheitswesen und Zahnmedizin, die konkrete Implementierungsfragen haben. Für Entscheider im zahnärztlichen Umfeld bietet die Veranstaltung eine effiziente Möglichkeit, technische Optionen zu verifizieren und relevante Kontakte zu knüpfen.

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