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Beim Odontathon 2026 hat ein Team in 48 Stunden eine Plattform skizziert, die Zahnärztinnen vernetzen und sichtbarer machen soll — ein Projekt, das besonders für die nachrückende Generation nach der Pandemie Relevanz hat. Die Beta von HerDentalHub ist live, mit dem Ziel, vor der IDS 2027 als voll funktionsfähiges Netzwerk zu starten und berufliche Begegnungen bereits digital vorzubereiten.
Warum das jetzt wichtig ist
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Viele junge Zahnärztinnen sind durch die Corona-Jahre ohne starke berufliche Netzwerke in den Praxisalltag gestartet. Das hat Konsequenzen: fehlende Mentoring-Beziehungen, weniger Sichtbarkeit bei Verbänden und eine geringere Wahrscheinlichkeit, Verantwortung früh zu übernehmen. Eine leicht zugängliche Community kann diese Lücken schließen und Karrierewege transparenter machen.

Aus der Challenge: Was entstanden ist
Im Rahmen der Odontathon-Challenge wurde eine Betaversion erstellt, die Basisfunktionen eines beruflichen Netzwerks vereint. Das Team setzte auf pragmatische, nutzernahe Lösungen statt auf überfrachtete Features — mit Blick auf regelmäßige Nutzung und echte Vernetzung.
- Direkte Kommunikation: Chat- und Nachrichtenfunktionen für Austausch und schnelle Rückfragen.
- Event-Integration: Übersicht über regionale Veranstaltungen mit Teilnehmerinnen-Anzeige.
- Suchfunktionen: Profil- und Expertise-Suche, um gezielt Mentorinnen oder Kooperationspartnerinnen zu finden.
- Content-Sharing: Beiträge und Bilder wie in sozialen Netzwerken, aber thematisch berufsbezogen.
- Branchenkontakt: Schnittstellen, die den Austausch mit Unternehmen ermöglichen.
| Feature | Konkreter Nutzen für Nutzerinnen |
|---|---|
| Chat & Direktnachrichten | Schneller Erfahrungsaustausch; niedrigschwellige Hilfe bei klinischen Fragen |
| Veranstaltungsübersicht | Gezielte Vorbereitung auf Messen wie die IDS; Treffen vor Ort planen |
| Profil- und Match-Suche | Mentoring finden; Netzwerk gezielt erweitern |
| Industry-Interfaces | Kooperationen mit Herstellern; Produktfeedback aus erster Hand |
Marktpositionierung und Zeitplan
Die Plattform ist aktuell als Betaversion verfügbar. Das Team plant die Vollversion zur IDS 2027, damit Nutzerinnen sich bereits digital vernetzen und persönliche Treffen auf der Messe vorbereiten können. Für Unternehmen eröffnet sich damit eine strukturierte Möglichkeit, in einen direkten Dialog mit Zahnärztinnen zu treten — sowohl für Produktentwicklung als auch für gezielte Informationsangebote.
Wichtige kulturelle und strukturelle Beobachtungen
Aus Sicht der Beteiligten gibt es nach wie vor gender-spezifische Herausforderungen: Frauen müssen Karriereentscheidungen oft früh an Familienplanung koppeln, und es fehlt an sichtbaren Vorbildern in Wissenschaft und Praxis. Das beeinflusst die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen — nicht nur fachlich, sondern auch in Leitung und Forschung.
Netzwerke können hier mehrfach wirken: Sie liefern Orientierung, schaffen Vertrauen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass junge Kolleginnen Weiterbildungschancen wahrnehmen oder sich selbstständig machen.
Was Hochschulen, Arbeitgeber und Industrie beitragen sollten
Gefordert sind koordinierte Maßnahmen:

- Universitäten: gezielte Rückkehr- und Karriereprogramme, mehr Sichtbarkeit für akademische Laufbahnen.
- Praxisinhabende: Vertrauen schenken, Aufgaben delegieren und Verantwortungsräume eröffnen.
- Unternehmen: längerfristige Informations- und Orientierungsangebote gerade in der Assistenzzeit.
Solche Maßnahmen würden nicht nur individuelle Karrieren stärken, sondern auch die Qualität von Praxisabläufen und die Bindung von Mitarbeitern verbessern.
Die Perspektive: Was die weibliche Sicht einbringt
Beobachtet wird, dass viele Zahnärztinnen soziale und teamorientierte Aspekte stärker berücksichtigen — etwa die individuelle Situation von Mitarbeitenden oder Patientinnen und Patienten. Dieses Interesse an Beziehungen fördert Mitarbeitendenbindung und kann die Patientenversorgung empathischer und koordiniert gestalten.
Empfehlungen an Einsteigerinnen
Wer jetzt in die Dentalbranche startet, sollte selbstbewusst auftreten, Netzwerke aktiv nutzen und sich Mentorinnen suchen. Die nachrückende Generation ist numerisch stark — und ihre Perspektiven werden die Branche in den kommenden Jahren prägen.
Zum Projektträger: BFS health finance ist ein deutscher Finanzdienstleister mit Sitz in Dortmund, der neben Factoring auch Beratungsleistungen und digitale Services für die Dentalbranche anbietet. In diesem Kontext unterstützte das Unternehmen die Challenge und die Entwicklung der Plattformbetaversion.












