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Seit dem 15. April 2026 ist mit KursRadar ein zentraler Marktplatz für zahnmedizinische Fortbildungen in Deutschland online gegangen – die Plattform verspricht, die Suche nach Seminaren, Webinaren und Kongressen zu vereinfachen und zugleich die Nachweispflicht für Fortbildungspunkte übersichtlicher zu machen. Für Praxisteams und Laborleiter könnte das vor allem eines bedeuten: weniger Verwaltungsaufwand und schnelleres Planen von Qualifizierungsmaßnahmen.
Entwickelt wurde das Angebot von Unternehmer Robin Venghaus; sein Ziel ist ein einheitlicher Ort, an dem Veranstalter ihre Angebote bündeln und Anwender gezielt vergleichen können. Nutzer sollen innerhalb weniger Klicks suchen, vergleichen und buchen können – inklusive automatischer Dokumentation der Teilnahme.
Was die Plattform anbietet
KursRadar sammelt Fortbildungen aus dem zahnmedizinischen und zahntechnischen Bereich und zeigt sie gebündelt an, sofern Veranstalter ihre Veranstaltungen freigeben. Die Bandbreite reicht von Live-Seminaren über Onlinekurse bis hin zu größeren Kongressen und postgradualen Lehrgängen.
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Fortbildung: Warum günstige Kurse ihre Karriere bremsen können
Wesentliche Funktionen im Überblick:
- Intuitive Suche: Filter nach Fachthema, Format, Ort und Zeitraum.
- Vergleichsansicht: Angebote nebeneinander stellen und Unterschiede erkennen.
- Fortbildungskonto: Punktekonto und Zertifikatsarchiv zur Nachweisführung.
- Gruppenverwaltung: Planung und Tracking von Team-Fortbildungen.
- Bewertungsfunktion: Nur bestätigte Teilnehmende können bewerten – als Qualitätsindikator.
Die Nutzung ist für Teilnehmende kostenlos; die Plattform finanziert sich über eine Vermittlungsprovision, die Veranstalter zahlen, wenn über KursRadar gebucht wird. Nach Ansicht des Anbieters steht nicht der Preis im Vordergrund, sondern die Passgenauigkeit einer Fortbildung für den konkreten Bedarf.
Warum das jetzt relevant ist
Für Zahnärzte und ZFA ist die Fortbildungspflicht mit Fristen und Punktevorgaben verbunden – wer binnen fünf Jahren nicht die geforderten Nachweise erbringt, riskiert Sanktionen. Eine digitale Lösung, die Punktestände automatisch verwaltet und frühzeitig warnt, entlastet nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Praxisinhaber, die Teamqualifikationen organisieren müssen.
Besonders für größere Praxen und Labore kann die Plattform helfen, Fortbildungsbedarfe systematisch zu erkennen und zu steuern – statt sich auf individuelle Rückmeldungen der Mitarbeitenden zu verlassen.
Technik und Bedienung
Laut Betreiber übernimmt KursRadar die Datenpflege größtenteils: Veranstalter müssen einmal zustimmen, ihre Termine und Inhalte erscheinen dann automatisch. Die Bedienoberfläche ist responsiv gestaltet, sodass Mobilgeräte und Desktop gleichermaßen bedient werden können.
Eine native App ist in Planung; vorerst soll das Webangebot anhand von Nutzerfeedback und zusätzlicher Veranstalteranbindung weiter ausgebaut werden.
Qualitätssicherung und Vertrauen
Die Plattform setzt auf überprüfbare Nutzerbewertungen: Bewertungen sollen nur von tatsächlichen Teilnehmenden abgegeben werden können, um Manipulationen zu erschweren. Damit entsteht nach und nach ein Bewertungsprofil für Veranstalter und einzelne Formate – ein Instrument, das im Dentalmarkt bislang in dieser Form selten ist.
Für Veranstalter bedeutet die Teilnahme zudem geringen Mehraufwand: Einmal freigeschaltet, werden Termine zentral sichtbar – das reduziert Doppelpflege über zahlreiche Eigenseiten hinweg.
Erweiterungsperspektiven
Aktuell fokussiert sich KursRadar auf den Dentalbereich, da hier laut Gründer ein besonders hoher Bedarfsdruck bestand. Es ist jedoch geplant, das Konzept prinzipiell auf weitere Healthcare-Segmente zu übertragen, etwa medizinische oder pharmazeutische Fortbildungen, sofern die Marktbedingungen stimmen.
Die Priorität lautet: Stabiler Grundbetrieb, mehr Veranstalter und kontinuierliches Nutzer-Feedback, erst danach folgen zusätzliche Fachbereiche und Mobil-Apps.
Wer steht dahinter? Robin Venghaus leitet die KursRadar GmbH mit Sitz in Bad Salzuflen. Vor seiner Gründung war er in der Weiterbildungsbranche und im Medizintechnikbereich tätig, zuletzt mit Verantwortlichkeiten im Marketing und Produktmanagement für die DACH-Region. Sein Hintergrund verbindet Erfahrungen aus Bildungsplattformen und dem dentalen Markt.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die Bündelung von Veranstaltungsdaten und die automatische Dokumentation von Fortbildungspunkten tatsächlich die organisatorische Last in Praxen und Laboren verringern kann – und ob Anbieter die Plattform breit annehmen.












