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Mitten in der Hamburger Innenstadt hat 2024 eine neue Zahnarztpraxis eröffnet, die bewusst digital startet: die Praxis an der Drehbahn 7. Die Gründerinnen und Gründer setzen von Anfang an auf eine webbasierte Organisation – ein Schritt, der den Praxisalltag deutlich entschleunigt und zugleich die Patientenerfahrung verändert.
Was die neue Praxis anders macht
Nach rund 20 Jahren Zusammenarbeit haben die Teams um die Drs. Adam, Friedrich und Brinkmann die Praxis zentral an der Drehbahn verortet und das Angebot unter einem Dach gebündelt: Vorsorge, Implantologie, Kieferorthopädie und Zahntechnik. Ziel war nicht nur ein moderner Standort, sondern eine verlässliche, digital gestützte Arbeitsweise, die Abläufe strafft und Fehler reduziert.
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Das Team legte von Beginn an Wert auf eine durchgängig digitale Organisation – von der Aufnahme bis zur Abrechnung. Dafür wurde ein webbasiertes Praxisportal integraler Bestandteil des Betriebs.
Vor dem Praxisstart: ein digitales Büro statt Papierberge
Bevor die Räume fertig waren, nutzte das Team das Portal als zentrale Schaltstelle für Termine, Patienteninformationen und Dokumente. Viele organisatorische Aufgaben liefen bereits vom Homeoffice aus, sodass die Eröffnung mit einem strukturierten Prozess stattfinden konnte, statt mit einem chaotischen Startbetrieb.
Das Ergebnis: administrative Abläufe, die normalerweise Zeit kosten – Formularbearbeitung, Zuordnung von Dokumenten, Terminkoordination – liefen weitgehend automatisiert und fehlerarm.
Worauf Patientinnen und Patienten heute achten
Wichtig für Patienten ist vor allem die Möglichkeit, Unterlagen vorab sicher digital auszufüllen. Nutzer erhalten einen Link mit allen relevanten Formularen und können Anamnesen, Einwilligungen und Datenschutzdokumente zu Hause ausfüllen. Das beschleunigt die Behandlung vor Ort erheblich.
- Schnellerer Behandlungsbeginn: Bei Eintreffen ist die Akte bereits angelegt.
- Transparente Dokumente: Behandlungspläne, Bilder und Arztbriefe sind jederzeit einsehbar.
- Flexiblere Abrechnung: Rechnungen kommen digital, Zahlarten und Raten sind online einstellbar.
Ein Portal statt vieler Kanäle
Das Patientenportal dient als zentraler Ablageort: Röntgenaufnahmen, Zahnarztbriefe oder Implantatpässe können von Patientinnen und Patienten selbst hochgeladen und eingesehen werden. Für die Praxis bedeutet das weniger Telefonaufkommen, weniger Wartezeiten an der Anmeldung und weniger Nachbearbeitung.
Teams berichten von einer spürbar ruhigeren Atmosphäre in den Praxisräumen – administrative Engpässe treten seltener auf.
E-Abrechnung und Factoring: weniger Medienbrüche
Die Praxis setzt auf ein integriertes digitales Factoring-Modul. Rechnungen werden automatisiert erstellt und per Link an Patienten verschickt; verschiedene Zahlungsmethoden sind möglich. Diese Optionen erhöhen die Flexibilität für Patientinnen und Patienten und können die Abschlussrate für kostenintensivere Behandlungen verbessern.
Vorteile auf einen Blick
- Automatisierte Rechnungsstellung ohne zusätzliche Systemwechsel
- Diverse Zahlungswege (SEPA, digitale Wallets) für höhere Zahlungsbereitschaft
- Revisionssichere Archivierung digital signierter Dokumente
Technik, Datenschutz und Alltagstauglichkeit
Ein Grundprinzip der Praxis ist die vollständige Webbasis der eingesetzten Lösung: Updates und Sicherheitsanpassungen werden serverseitig gepflegt, lokale Installationen und manuelle Upgrades entfallen. Das reduziert IT-Aufwand, bringt aber auch Abhängigkeiten mit sich.
Deshalb standen beim Aufbau Sicherheits- und Compliance-Aspekte im Fokus: Eine datenschutzkonforme Übertragung und Speicherung von Patienteninformationen ist Voraussetzung für den Betrieb eines solchen Portals.
Blick nach vorn: Fachübergreifende Vernetzung
Die kommenden Schritte sehen eine engere Verknüpfung aller Fachbereiche vor. Geplant ist eine nahtlose Verbindung etwa zwischen zahntechnischen Scans, kieferorthopädischen Befunden und der elektronischen Patientenakte. Die digitale Signatur soll dabei weiterhin eine zentrale Rolle spielen – sie erleichtert Dokumentationspflichten und schafft Rechtssicherheit.
Dieses Ziel lässt sich nur erreichen, wenn Schnittstellen sauber definiert und die Datenflüsse standardisiert werden. Gelingt das, entsteht eine Datenbasis, die Behandlern und Verwaltung gleichermaßen Zeit spart und Nachdokumentationen reduziert.
Warum das jetzt relevant ist
Die Erfahrung der Drehbahn 7 zeigt: Wer eine Praxis heute neu startet, profitiert unmittelbar von digital umgesetzten Prozessen. Für bereits etablierte Praxen ist der Schritt ebenfalls relevant, weil Automatisierung langfristig Personal entlastet, Fehlerquellen reduziert und Patientenservice messbar verbessert.
Gleichzeitig bleibt wichtig: Digitale Umstellung ist kein Selbstzweck. Sie erfordert Datenschutzkompetenz, klare Prozesse und Schulung der Mitarbeitenden, damit Technik den Praxisbetrieb tatsächlich erleichtert.
Fazit: Die Praxis an der Drehbahn 7 demonstriert, wie ein digitaler Erstaufbau Abläufe verschlankt und Raum für bessere Patientenbetreuung schafft. Entscheidend für den Erfolg ist eine Balance aus nutzerfreundlicher Technik, rechtlicher Sorgfalt und organisatorischer Umsetzung – nur so werden digitale Tools im Praxisalltag zur echten Entlastung.












