Prothesenanpassung beschleunigt: neues zweistufiges Verfahren verkürzt Wartezeiten

exocad hat kürzlich die Version PartialCAD 3.3 Chemnitz veröffentlicht und bringt damit einen neuen automatisierten Ansatz für das Aufteilen komplexer herausnehmbarer Prothesen. Die Neuerung vereinfacht den Übergang zwischen suprastrukturellem Design in DentalCAD und dem darunter liegenden Stegdesign in PartialCAD — ein Schritt, der Produktionszeiten reduzieren und die Standardisierung in Dentallaboren vorantreiben kann.

Kern der Aktualisierung ist ein geführter Workflow zum sogenannten Splitten von All-on-X-Designs, der gleichzeitig einen manuellen Modus für Detailanpassungen bietet. Damit richtet sich das Release nicht nur an erfahrene Anwender, sondern auch an Nutzer, die bisher wenig mit dem Bar Module gearbeitet haben.

Wesentliche Neuerungen auf einen Blick

  • Optimierte Oberflächengestaltung: Die Oberseite von geteilten Prothesenstegen lässt sich jetzt so bearbeiten, dass sie eine gleichmäßigere, passgenauere Auflage bietet — wichtig für die finale Ästhetik und den Sitz.
  • Überarbeitetes Retentionspfosten-Tool: Ein neuer Subtraktionsmodus erlaubt das gleichzeitige Entfernen von Material über mehrere Komponenten hinweg und erleichtert das Einfügen von Retentionspfosten. Das reduziert wiederholte Feinjustierungen.
  • Automatische Kontrolle der Gingivastärke: Das System erkennt zu dünne Bereiche der Gingiva und fügt bei Bedarf Material hinzu, um die mechanische Stabilität sicherzustellen. Ergänzende Visualisierungen zeigen Schwachstellen transparent an.
  • Speicherbare Trennungsparameter: Anwender können individuelle Einstellungen für Trennungslinien und Mindeststärken ablegen und für künftige Fälle wiederverwenden — ein Hebel für mehr Effizienz und Gleichförmigkeit.

Der geführte Split-Prozess automatisiert viele Entscheidungen, die bisher manuell getroffen werden mussten, und bietet trotzdem Freiraum für gezielte Eingriffe. In der Praxis bedeutet das: weniger Iterationen zwischen Design und Fertigung und eine bessere Vorhersagbarkeit komplexer Fälle.

exocads Geschäftsführung betont, dass die Kombination aus automatischen Trennvorschlägen und materialgerechter Kontrolle von Mindeststärken vor allem Zeit beim Design spart. Technisch basiert PartialCAD auf einem voxelbasierten, parametrischen Ansatz in Verbindung mit robuster Geometrieverarbeitung — eine Kombination, die konstante Ergebnisse selbst bei anspruchsvollen Konstruktionen fördern soll.

Für Dentallabore ist das Update besonders relevant: Standardisierte Workflows und die Möglichkeit, Einstellungen fallübergreifend zu übernehmen, unterstützen hohe Stückzahlen und eine gleichbleibende Qualität. Auch Anwender ohne tiefe Erfahrung im Bar-Design können so komplexe Hybridprothesen schneller in den Arbeitsprozess integrieren.

PartialCAD 3.3 Chemnitz ist zudem in die Align Digital Platform eingebettet, eine Suite aus proprietären Technologien und Diensten, die Prozesse von der Planung bis zur Fertigung verknüpft. Das erleichtert den Datenaustausch zwischen Praxis, Labor und Partnern.

Wichtig zu wissen: Die neue Split-Funktion setzt neben PartialCAD das Implant Module und das Bar Module voraus.

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