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Die deutsche Zahnmedizin verliert eine prägende Persönlichkeit: Dr. Norbert Grosse ist am 15. Oktober 2026 verstorben. Sein Engagement für die zahnärztliche Fortbildung und die Nachwuchsförderung hinterlässt in mehreren Fachgesellschaften eine deutliche Lücke.
Grosse leitete die Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) über zehn Jahre hinweg und prägte das Fortbildungsangebot nachhaltig. Unter seiner Leitung wurden nicht nur Curricula modernisiert, sondern erstmals begleitende digitale Lernformate in die Kurslandschaft integriert — ein Schritt, der die Weiterbildung langfristig veränderte, so aktuelle Wegbegleiter.
Treiber der Weiterbildung
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Dr. Norbert Grosse gestorben: DGZMK und APW würdigen sein Lebenswerk
Von 2006 bis 2016 stand Grosse an der Spitze der APW. Kolleginnen und Kollegen heben hervor, dass er nicht nur fachlich hohe Maßstäbe setzte, sondern auch systematisch Strukturen schuf, die Lehrangebote effizienter und zugänglicher machten.

Parallel dazu trug er über Jahrzehnte zur internationalen fachlichen Vernetzung bei: Er war maßgeblich an der Organisation des Zahnärztekongresses in Davos beteiligt und prägte das Europäische Sommersymposium auf Rügen und Usedom.
Förderer des Nachwuchses
Gemeinsam mit dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte initiierte Grosse die Initiative Young Dentists und koordinierte deren Aufbau über mehrere Jahre. Damit setzte er ein dauerhaftes Signal zur Stärkung junger Kolleginnen und Kollegen in Praxis und Wissenschaft.
| Funktion | Institution | Zeitraum |
|---|---|---|
| Vorsitzender | APW (Akademie Praxis und Wissenschaft) | 2006–2016 |
| Leitung Fortbildung | DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie) | bis Ende 2024 |
| KV-Vorstand / Vorsitzender | Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen | 1989–1992 |
| Delegierter / Vorstandsmitglied | Landeszahnärztekammer Hessen / FVDZ | verschiedene Jahre |
Grosse engagierte sich zudem in redaktionellen Aufgaben: Er übernahm Verantwortung für den wissenschaftlichen Teil der Zeitschrift „Der Freie Zahnarzt“ und war von 2007 bis 2012 Schriftleiter der Fortbildungszeitschrift „wissen kompakt“.
Für sein langjähriges Wirken wurde er mehrfach geehrt, darunter mit der Ehrennadel in Gold der deutschen Zahnärzteschaft (BZÄK) und der Karl-Ludwig-Ackermann-Medaille der DGI. Außerdem wurden ihm Ehrenmitgliedschaften in mehreren Fachgesellschaften verliehen.
Kollegen erinnern sich an Grosse als jemanden, der fachliche Zielstrebigkeit mit diplomatischem Geschick verband. Seine Arbeit war geprägt von hohen Qualitätsansprüchen, zugleich galt er als zugänglicher Gesprächspartner und Förderer junger Fachkräfte.
DGZMK-Präsident Prof. Dr. Dr. Peter Proff würdigte Grosse als wichtigen Motor für die fachliche Entwicklung und als Persönlichkeit, deren Einfluss weit über die aktive Zeit hinaus spürbar bleibe.
Mit seinem Tod verliert die zahnmedizinische Fortbildungslandschaft einen erfahrenen Praktiker und Impulsgeber. Die Lücken, die er hinterlässt — in Gremien, bei Kongressen und in der Nachwuchsförderung — werden in den nächsten Jahren deutlich sichtbar sein.
Mitteilung: Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) / Akademie Praxis und Wissenschaft (APW)











