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Der Dentalhersteller Kulzer erhielt den Dental Marketing Award 2026 für eine Servicekampagne, die die lokale Betäubung als kommunikatives Instrument in Zahnarztpraxen positioniert. Die Auszeichnung unterstreicht, wie Herstellerleistungen heute über Produkte hinauswirken und unmittelbar auf Vertrauen, Behandlungserfahrungen und Patientenbindung einzahlen können.
Was die Kampagne umfasst
Im Zentrum der Initiative steht ein kostenfreies Servicepaket, das Praxen mit Materialien und Fortbildungsangeboten versorgen soll. Ziel ist nicht nur die Vermittlung von Fachwissen, sondern die Unterstützung von Praxen beim Umgang mit ängstlichen oder risikobehafteten Patientengruppen.
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- Anamnesebögen und strukturierte Vorabfragen zur sicheren Risikoabschätzung
- Diverse Patientenbroschüren für unterschiedliche Alters- und Risikogruppen
- Tools zur Ermittlung von Patientenbedürfnissen und Kommunikationsleitfäden
- Präsenzveranstaltungen und Webinare zur Anwendung und Kommunikation
- Informationen zum Produktportfolio unter dem Label Sopira
Warum das für Praxen relevant ist
Die Kampagne setzt auf einen pragmatischen Gedanken: Gelingt die Erfahrung rund um die Behandlung, steigt die Bereitschaft der Patientinnen und Patienten, weitere Eingriffe zu akzeptieren — ein zentraler Faktor für langfristige Patientenbindung. Wer Angst abbaut und Vertrauen schafft, sichert nicht nur die medizinische Versorgung, sondern stabilisiert auch die Praxisorganisation.
Projektleiterin Jenni Caputo‑Kreißl von Kulzer wertet den Award als Bestätigung dafür, dass kombinierte Konzepte aus Kommunikationsmaterialien, Fortbildung und Produktangebot Praxen konkret unterstützen können. Nach Angaben des Herstellers sollen die Materialien helfen, schmerzbezogene Befürchtungen zu reduzieren und Behandlungsabläufe transparenter zu machen.
Einordnung und Kritik
Fachlich bietet die Initiative Vorteile: standardisierte Abläufe, klare Informationsflüsse und geschulte Mitarbeitende wirken sich direkt auf die Versorgungsqualität aus. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, wie unabhängig Praxisentscheide bleiben, wenn Hersteller Kampagnen mit Produktinformationen verknüpfen.
Für Entscheider in Zahnarztpraxen bedeutet das: Nutzen und Mehrwert der Materialien kritisch prüfen, Fortbildungen auf dem Praxisbedarf ausrichten und den Einsatz externer Materialien transparent kommunizieren.
Konsequenzen auf einen Blick
- Kurzfristig: besser strukturierte Patientengespräche, weniger Behandlungsabbrüche
- Mittel- bis langfristig: gestärkte Patientenbindung und höhere Behandlungsakzeptanz
- Operativ: Bedarf an internem Training, Integration in Praxisprozesse
- Risiko: Möglichkeit der Vermischung von Service- und Produktkommunikation
Der Dental Marketing Award 2026 zeigt, dass Herstellermarketing heute stärker als früher als Instrument für Praxisentwicklung verstanden wird. Für Praxen liegt die Chance darin, solche Angebote selektiv einzusetzen und nach klinischem wie praktischem Nutzen zu bewerten — statt sie ungeprüft zu übernehmen. Kulzer selbst weist darauf hin, dass die Initiative Praxisbesuche, Kommunikation und Schmerzmanagement verknüpfen soll.












