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Kürzlich erhielten Händler und Partner aus mehreren Ländern einen praxisnahen Einblick in die neue Fertigungsstätte von pritidenta in Plaidt: Bei einem geführten Rundgang zeigte das Unternehmen, wie Zirkonoxidrohlinge «Made in Germany» künftig in größerem Maßstab produziert und weltweit ausgeliefert werden. Für Zahntechniker, Labore und Vertriebspartner ist das nicht nur eine Präsentation – es signalisiert konkrete Veränderungen in Verfügbarkeit, Qualitätssicherung und Lieferketten.
Neue Kapazitäten, klares Ziel
Die Werksbesichtigung war der Abschluss eines dreitägigen Branchentreffs der imes-icore Group, an dem rund 50 Vertreter aus sieben Ländern teilnahmen. In Plaidt, einer rund 800 m2 großen Anlage, hat pritidenta ihre Produktion erweitert, um der steigenden Nachfrage nach Zirkonoxidrohlingen gerecht zu werden.
Seit dem Produktionsstart in der Region im Jahr 2015 läuft die Fertigung seither kontinuierlich an. Heute sorgen automatisierte Abläufe und ein Team von etwa 25 Beschäftigten dafür, dass die Rohlinge standardisiert und rückverfolgbar hergestellt werden. Die Zertifizierung nach ISO 13485:2016 bildet dabei die Grundlage für dokumentierte Prozesssicherheit.
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Fertigung: Technik trifft Prozessdisciplin
Der Rundgang machte deutlich, welche Schritte den Unterschied ausmachen: Vom axialen Pressen über die isostatische Verdichtung bis zur finalen Sinterung werden die Rohlinge in mehreren, überwachten Verfahren hergestellt. Diese Kombination reduziert Materialfehler und erhöht die Stabilität der späteren Restaurationen.
pritidenta nutzt dabei nicht nur eigene Fertigungslösungen, sondern integriert auch Produktionsmaschinen der imes-icore Group. Das Unternehmen beschreibt sich als Werkstatt und Entwicklungsplattform für Materialien – mit einem Fokus auf reproduzierbare Qualität und anpassbare Produktlinien.
Was das für Händler und Labore bedeutet
- Höhere Verfügbarkeit: Die erweiterten Kapazitäten sollen kürzere Lieferzeiten ermöglichen und Engpässe reduzieren.
- Verlässliche Qualität: Standardisierte Prozesse und ISO-Zertifizierung erhöhen die Planbarkeit für Arbeitsabläufe in Labors.
- Rückverfolgbarkeit: Einheitliche Chargendokumentation erleichtert Validierung und Reklamationsmanagement.
In Praxisworkshops während des Events diskutierten Teilnehmer Themen wie Kundenbetreuung, Prozessvalidierung und wirtschaftliche Workflows. Solche Gespräche helfen, Produktionsanforderungen mit den Abläufen in Kliniken und Laboren abzustimmen.
Produktgarantie und Praxisrelevanz
Ein konkretes Ergebnis der Produktpolitik ist die priti proof Lifetime Warranty Card, mit der das Unternehmen eine lebenslange Materialgarantie für seine Rohlinge bewirbt. Für Anwender bedeutet das: stärkere Sicherheit bei Materialfehlern, aber auch neue Anforderungen an Dokumentation und Umgang mit Garantiefällen.
Wichtig ist: Eine lebenslange Garantie entbindet nicht von sorgfältiger Prozessvalidierung in den Laboren. Materialeigenschaften sind nur ein Teil der Erfolgsbilanz einer Restauration; Design, Verarbeitung und Sinterprofil bleiben entscheidend.
Logistik, Kosten und Wettbewerb
Die Ausweitung der Produktion hat direkte Auswirkungen auf die Lieferketten. Mit größerer Produktionskapazität sinkt das Risiko, dass Lieferengpässe zu Verzögerungen in Praxen führen. Zugleich kann ein stabilerer Produktionsfluss Preisdruck in Lieferketten verändern – für Händler kann das neue Erwartungshaltungen bedeuten.
Für Hersteller von Dentalmaterialien bleibt der Wettbewerb um Qualität, Service und Innovationsgeschwindigkeit zentral. Die Kombination aus lokal produzierten Rohlingen und digitaler Fertigung könnte zudem zu weiteren Kooperationen zwischen Materialanbietern und CAD/CAM-Herstellern führen.
Ein Beispiel aus dem Programm: Kulinarische Analogie
Bei der Veranstaltung nutzte ein regionaler Caterer eine anschauliche Analogie zwischen der Materialherstellung und der Zubereitung traditioneller Speisen: Beide Prozesse beginnen mit einer präzisen Rezeptur, erfordern homogenes Mischen und kontrollierte Behandlung, bevor das Endprodukt entsteht. Die humorvolle Präsentation diente weniger der Werbung als einem greifbaren Vergleich: Produktionsschritte lassen sich auch für Nicht-Fachleute nachvollziehbar machen.
Für Entscheider in Praxen und Laboren bleibt die Kernfrage: Liefert die erweiterte Fertigung die erwartete Kombination aus Qualität, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit? Die Antworten darauf werden sich in den kommenden Monaten zeigen, wenn gesteigerte Kapazitäten in den regulären Marktfluss übergehen.












