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Hitze trifft nicht alle gleich: Für ältere Menschen und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann hohe Temperatur schnell zur gesundheitlichen Belastungsprobe werden. Gerade jetzt sollten Praxisteams aufmerksam sein — denn schon kleine Änderungen im Kreislauf können den Behandlungsverlauf beeinflussen.
Patienten mit einer bestehenden Herzkrankheit haben oft eine eingeschränkte Fähigkeit, überschüssige Wärme über die Haut abzugeben. Kardiologen erklären, dass das Herz bei Hitze stärker arbeiten muss, um Blut zur Hautoberfläche zu transportieren — eine zusätzliche Belastung für bereits geschwächte Kreisläufe.
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In der Praxis kann sich das in plötzlichem Schwindel, Ohnmachtsanfällen oder Herzrhythmusstörungen äußern. Mitarbeitende sollten Risikopatienten aktiv identifizieren und auf Warnsignale achten. Kurze Maßnahmen wie Blutdruckmessung vor der Behandlung oder die Verlegung von längeren Eingriffen in kühlere Tageszeiten können Komplikationen verhindern.
Bei Herzinsuffizienz: Flüssigkeitsbilanz sensibel managen
Besonders gefährdet sind Patienten mit Herzinsuffizienz oder Nierenerkrankungen sowie Menschen, die entwässernde Medikamente (Diuretika) nehmen. Durch Schwitzen und die Medikamente kann es zu starkem Flüssigkeitsverlust kommen — gleichzeitig darf bei Herzschwäche nicht unbegrenzt viel getrunken werden.
Daher gilt: Anpassungen der Trinkmenge oder der Medikation dürfen nur nach Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt erfolgen. Eigenmächtige Änderungen können das Risiko für Herzdekompensation oder Elektrolytstörungen erhöhen.
Blutdruck messen, Elektrolyte im Blick behalten
Hitze verändert die Gefäßweite; der Blutdruck kann steigen, aber auch absinken, wenn mehr Blut in Richtung Haut verlagert wird. Für die Herzfunktion ist dabei besonders der Kalium-Haushalt entscheidend — Verluste durch Schwitzen oder Medikamente fördern Herzrhythmusstörungen.
Praktische Hinweise für die Praxis: regelmäßige Blutdruckkontrollen, gezielte Fragen nach Medikamenten wie Diuretika und bei Bedarf ernährungssensible Empfehlungen — etwa salzarmes Gemüsebrühe oder kaliumreiche Früchte wie Bananen oder Aprikosen. Supplemente oder medikamentöse Änderungen nur nach ärztlicher Freigabe.
- Wachsamkeit: Warnzeichen wie Muskelkrämpfe, ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel oder Palpitationen ernst nehmen.
- Kontrollen: Blutdruckmessung vor Behandlung bei Risikopatienten; dokumentieren und bei Auffälligkeiten Rücksprache mit dem Hausarzt suchen.
- Raumtemperatur: Behandlungsräume kühl halten, kurze Pausen ermöglichen, lange Sitzungen ggf. verschieben.
- Flüssigkeitsmanagement: Patienten nicht eigenständig raten, Medikamente abzusetzen oder mehr zu trinken — ärztliche Abstimmung ist nötig.
- Erste Hilfe: Im Notfall schnell reagieren — bei Bewusstseinsverlust oder schweren Rhythmusstörungen Rettungsdienst alarmieren.
Die Hinweise beruhen auf Empfehlungen von Herzspezialisten und sind besonders in Perioden mit anhaltend hohen Temperaturen aktuell. Praxisteams sollten diese Aspekte in die Routine aufnehmen, um die Sicherheit gefährdeter Patienten zu erhöhen.












