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Die Association of Dental Education in Europe (ADEE), die European Dental Students’ Association (EDSA) und Henry Schein verlängern ihre Zusammenarbeit für 2026: Zum dritten Mal in Folge werden Lehrprojekte ausgezeichnet, die Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement in der zahnmedizinischen Ausbildung sichtbar machen. Angesichts des steigenden Drucks durch Klimafragen und fehlenden Versorgungszugang bringt die Initiative konkrete Anreize für strukturelle Veränderungen in Fakultäten und Kliniken.
Die Auszeichnung trägt erneut zwei Schwerpunkte: Einerseits die Verankerung von ökologischer Nachhaltigkeit in Lehre, Klinikbetrieb und Campusmanagement, andererseits die Anerkennung von Maßnahmen zur sozialen Exzellenz, die den Zugang zur Versorgung verbessern und Ungleichheiten adressieren. Bildungsinstitutionen können sich für eine oder beide Kategorien bewerben.
Zielrichtung und Bedeutung
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Mit den Oral Health Professional Educators’ Awards sollen Best-Practice-Beispiele sichtbar gemacht und nachahmbare Modelle gefördert werden. Entscheidend ist, dass Gewinnerprojekte nicht nur punktuelle Aktionen sind, sondern nachweislich Abläufe, Lehrpläne oder Versorgungsangebote nachhaltig verändern.
Für Studierende und Lehrende bedeutet das: Ausbildungsinhalte sollen künftige Zahnärztinnen und Zahnärzte nicht nur fachlich, sondern auch ökologisch und sozial kompetent vorbereiten. Für Einrichtungen ergeben sich Impulse zur Reduktion von Emissionen, effizienterem Ressourceneinsatz und zu stärkerer Einbindung benachteiligter Gruppen.
Was die Jury sucht
Die Bewerbung sollte klar darlegen, welche konkreten Maßnahmen umgesetzt wurden, welche Ergebnisse erreicht wurden und wie übertragbar das Vorgehen für andere Einrichtungen ist. Gefragt sind messbare Effekte — etwa Einsparungen, Reichweite von Gemeindepartnerchaften oder Verbesserungen im Patientenzugang.
- Umwelt: Projekte, die Nachhaltigkeit in Lehre, Klinikabläufe oder Beschaffung integrieren — etwa Energie- und Materialeinsparungen, Abfallreduktionsprogramme, Einsatz umweltfreundlicher Materialien oder die Verankerung entsprechender Inhalte im Curriculum.
- Soziales: Initiativen, die den Zugang zur Zahnversorgung erweitern, Inklusion fördern oder systematisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen betreuen — zum Beispiel mobile Kliniken, Community-Outreach, kostenlose Behandlungsprogramme oder curricular verankerte Praktika in unterversorgten Regionen.
- Nachweisbarkeit: Dokumentierte Ergebnisse, Bewertungen oder Evaluationsdaten, die Wirkung und Nachhaltigkeit der Maßnahmen belegen.
- Transferpotenzial: Konzepte, die sich adaptieren und auf andere Fakultäten oder Regionen übertragen lassen.
Einreichungen können auf institutioneller Ebene erfolgen und sowohl fachbereichsübergreifende als auch klinikspezifische Initiativen umfassen. Die Jury bewertet Innovation, Skalierbarkeit und den tatsächlichen Einfluss auf Campus, Patientenversorgung oder die lokale Gemeinschaft.
Partner und Programmhintergrund
Die Initiative entstand 2023 und wurde später um den sozialen Fokus erweitert. Träger sind die ADEE, die EDSA als Vertretung der Studierenden und Henry Schein, dessen soziales Engagementsprogramm seit Jahren ähnliche Ziele verfolgt. Letzteres bündelt Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung, zur Förderung von Innovationen, zum Aufbau von Partnerschaften, zur Stärkung von Mitarbeitenden sowie zu Umweltinitiativen.
Vertreter der Partner betonen, dass die Zusammenarbeit vor allem eines fördern soll: praxisnahe Veränderungen, die dauerhaft wirken. Für Hochschulen ist das eine Gelegenheit, erreichte Fortschritte gegenüber Kolleginnen und Kollegen in Europa sichtbar zu machen.
Wichtige Termine
- Bewerbungsfrist: 30. Juni 2026
- Preisverleihung: Im Rahmen der ADEE-Jahrestagung, 24.–28. August 2026 in Budapest (Ungarn)
Interessierte ADEE-Mitgliedsinstitutionen finden detaillierte Hinweise zum Bewerbungsverfahren auf der offiziellen Ausschreibungsseite oder erhalten Informationen per E‑Mail: [email protected]. Die Teilnahme bietet nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch die Chance, Netzwerke und Partnerschaften für künftige Projekte aufzubauen.
Die Fortführung der Awards 2026 kommt zu einem Zeitpunkt, in dem viele Ausbildungsstätten ihre Nachhaltigkeitsstrategien überdenken. Für Ausbildung, Patientenversorgung und die akademische Gemeinschaft könnte dies ein Anstoß sein, ambitionierte Projekte in die Breite zu bringen und langfristig zu institutionalisieren.












