Innovation durch Kunden: Verbraucherwünsche zwingen Unternehmen zum Umdenken

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Ivoclar hat mit IPS e.max Zirconia ein neues Zirkonoxid für die restaurative Zahnheilkunde vorgestellt, das laut Hersteller speziell für digitale Arbeitsprozesse optimiert wurde. Die Kombination aus verkürzten Sinterzeiten, verbesserter Farbwiedergabe und hoher Passgenauigkeit könnte Laboren messbare Effizienzgewinne und weniger Lageraufwand bringen.

Entwicklung mit Praxisbeteiligung

Schon in der Entwicklungsphase wurden etwa 40 Zahntechniker aus verschiedenen Ländern einbezogen, um frühes Anwenderfeedback direkt einfließen zu lassen. Ziel war es, Materialeigenschaften wie Farbverlauf, Oberflächenqualität und Verarbeitbarkeit konsequent an den Alltag im Labor anzupassen.

Das Team aus Entwicklern und Praktikern hat nach Herstellerangaben wiederholt Teststücke geprüft und verändert, bis die Balance aus Ästhetik und Praxisnutzen stimmte. Eine beteiligte Technikerin aus Griechenland beschreibt die Zusammenarbeit als intensiv und anspruchsvoll — mit einem klaren Fokus auf Zuverlässigkeit.

Direkte Vorteile für CAD/CAM-Workflows

Im Kern adressiert das neue Material drei Schwachstellen vieler Zirkonoxide: Farbkonsistenz, Bearbeitbarkeit und Sinterzeit. Die zugrunde liegende GTx Technology soll für ein feiner abgestuftes Farbgradientenprofil sorgen, das Licht besser verteilt und so natürlicher wirkt.

Durch die Kombination aus feiner Mikrostruktur und einer 4Y‑PSZ/5Y‑PSZ-Pulverkombination verspricht Ivoclar schnellere Produktionszyklen: kurze Sinterzeiten sollen das Turnaround im Labor deutlich reduzieren.

  • Sinterzeiten: ca. 58 Minuten für Restaurationen bis zu drei Gliedern; rund 2 Stunden 57 Minuten für größere Arbeiten bis Full‑Arch.
  • Belastungstest: Kausimulation mit 2 Millionen Zyklen bei 550 N zur Materialvalidierung.
  • Einsatzspektrum: Von dünnen Veneers bis zu weitspannigen Brücken; laut Hersteller für die gesamte Bandbreite vollkeramischer Restaurationen geeignet.

Validierung und Langzeitansprüche

Bevor IPS e.max Zirconia in die Produktfamilie aufgenommen wurde, durchlief es umfangreiche Prüfsequenzen. Die Belastungstests und Simulationsläufe dienten dazu, Dauerhaftigkeit und Bruchfestigkeit unter praxisnahen Bedingungen zu prüfen.

Nur Materialien, die diese Tests erfolgreich bestehen, würden in das Portfolio aufgenommen, betont der Hersteller — ein Hinweis darauf, dass Langzeitstabilität als Keranforderung betrachtet wird.

Angebot zum Marktstart

Zum Produktlaunch bringt Ivoclar das neue Zirkonoxid gemeinsam mit dem Schichtkeramiksystem IPS e.max Ceram Art auf den Markt. Die beiden Systeme seien bereits aufeinander abgestimmt und sollen sich nahtlos kombinieren lassen.

Beim Markteintritt bietet Ivoclar zwei Starter‑Bundles an: das „Redefining Package Red & White Esthetics“ sowie das „Redefining Package White Esthetics“. Laut Hersteller sollen diese Pakete Laboren schnellen Zugang zu Material- und Schichtkonzepten geben.

Für Zahntechniker und Labore bedeutet das: weniger unterschiedliche Rohmaterialien, schnellere Durchlaufzeiten und eine größere Vorhersagbarkeit des Ergebnisses — gerade in digitalisierten Fertigungsprozessen.

Herstellerangaben und technische Details wurden von Ivoclar zur Verfügung gestellt; unabhängige Langzeitdaten stehen mit Blick auf die Markteinführung noch aus.

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