Formbarer Kunststoff mit Cola-ähnlicher Konsistenz sorgt für Aufsehen

Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen

Zahnlabore stehen unter Druck: Präzision, Zeitersparnis und reproduzierbare Ergebnisse sind entscheidend. Ein neues lichthärtendes Ein-Komponenten-Material soll genau hier ansetzen und verspricht, Modellationsschritte zu vereinfachen und Arbeitsabläufe zu straffen.

Lichtgehärtetes Modellieren statt Mehrkomponenten-System

Laut Hersteller primotec group wurde das Produkt als universelles Komposit für zahntechnische Modellationen entwickelt. Die Rezeptur ist **lichthärtend** und zeigt ein ausgeprägtes **thixotropes** Verhalten: im ungehärteten Zustand bleibt das Material formstabil, lässt sich aber bei Belastung gut verteilen. Dadurch reduziert sich der Materialverbrauch, weil Schichten kontrolliert und präzise aufgebaut werden können.

Die Transparenz des Kunststoffs erleichtert während der Modellierung die Beurteilung der Schichtdicke. Anwender berichten von einer Verarbeitungszeit von deutlich über 20 Minuten – genug Spielraum für feine Formgebung ohne Zeitdruck.

Lichtquellen, Aushärtung und Maßhaltigkeit

Das Material härtet mit üblichen LED- oder UV-Geräten im Bereich von etwa 320 bis 500 nm aus und erreicht nach Herstellerangaben eine vollständige Aushärtung in unter fünf Minuten. Wichtig für Anwender ist die sogenannte Polymerisationsneutralität: die Form verändert sich beim Aushärten kaum, was hohe Passgenauigkeit und geringe Verzugsneigung verspricht.

Nach dem Aushärten weist das Material eine ausreichende Endhärte auf, sodass Modellationen spannungsfrei abgehoben und mechanisch nachbearbeitet werden können — etwa mit Fräsern oder Gummipolierern.

  • Verarbeitungszeit: lang genug für präzise Modellation
  • Kompatibilität: Standard-Lichthärtegeräte (320–500 nm)
  • Formstabilität: geringe Schrumpfung, hohe Maßhaltigkeit
  • Nachbearbeitung: fräs- und polierbar

Anwendungsfelder in der Zahntechnik

Das Material ist für ein breites Spektrum gedacht: von Implantatprovisorien über Vollkeramik-Anwendungen wie Kopierfräsen und CAD/CAM-Workflows bis hin zu Kombiprothetik und festsitzendem Zahnersatz. Es lässt sich entweder direkt aus einer Dosierspritze als Modelliergel applizieren oder in pastöser, knetähnlicher Konsistenz verarbeiten — je nachdem, ob fein konturierte Schichten oder plastische Volumenformen gefragt sind.

Eigenschaft Wert / Nutzen
Viskosität Thixotrop, standfest im ungehärteten Zustand
Verarbeitungszeit Über 20 Minuten
Lichthärtung 320–500 nm, vollständige Aushärtung < 5 Minuten
Materialverträglichkeit MMA- und peroxidfrei, geruchs- und geschmacksneutral
Entsorgung / Verbrennung Rückstandsfrei verbrennbar

Für Labore sind solche Produkte relevant, weil sie Routineprozesse vereinfachen und gleichzeitig die Reproduzierbarkeit erhöhen können. Die Kombination aus hoher Formstabilität vor dem Aushärten und rascher, dimensionsstabiler Härtung spricht für weniger Korrekturschritte und potenziell kürzere Durchlaufzeiten.

Ob die Praxis diesen Nutzen bestätigt, hängt von mehreren Faktoren ab: vom Handling unter realen Produktionsbedingungen, von der Kompatibilität mit vorhandener Gerätetechnik und von langzeitigen Erfahrungen bei der Nachbearbeitung und Verarbeitung in unterschiedlichen Indikationen. Herstellerangaben liefern die technischen Eckdaten; ein kritischer Praxistest bleibt für Anwender empfehlenswert.

Laut Hersteller: primotec group.

Geben Sie Ihr Feedback

Seien Sie der Erste, der dieser Beitrag bewertet
oder hinterlassen Sie eine detaillierte Bewertung



Chance Praxis ist ein unabhängiges Medium. Unterstützen Sie uns, indem Sie uns zu Ihren Google News Favoriten hinzufügen:

Kommentar posten

Kommentar veröffentlichen