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Elterninformationen zur Kariesvorbeugung sollen jetzt noch mehr Menschen erreichen: Das Institut für Kariesprävention (IfK) bietet seit kurzem eine Version seiner Elternbriefe in **Leichter Sprache** an und ergänzt damit bestehende mehrsprachige Aufklärungsmaterialien. Warum das wichtig ist: Frühe Informationen zu Zahnpflege und Fluoridierung können Kariesrisiken bei Kindern deutlich senken – dafür braucht es verständliche Angebote für alle Bevölkerungsgruppen.
Das IfK arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten an Maßnahmen zur Verbesserung der Zahngesundheit. Zwar hat sich der Zustand der Zähne in Deutschland insgesamt verbessert, dennoch gebe es anhaltenden Informationsbedarf, erklären die Fachleute. Ziel der neuen Ausgaben ist es, Hemmschwellen abzubauen und auch Menschen mit eingeschränkten Lese- oder Sprachkenntnissen anzusprechen.
Welche Materialien jetzt verfügbar sind
Die neuen und überarbeiteten Informationsangebote richten sich an Eltern, Praxen und soziale Einrichtungen. Sie sind so gestaltet, dass die Inhalte schneller erfasst und im Alltag umgesetzt werden können.
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- Elternbrief (Deutsch) – kompakt und praxisorientiert, mit Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um Kariesprophylaxe bei Kindern.
- Elternbrief in Leichter Sprache – groß gedruckt und illustriert, gedacht für Menschen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten, sowie für Deutschlernende.
- Mehrsprachige Broschüre „Gesunde Zähne haben gut Lachen – In vier Schritten zu gesunden Zähnen“ – Informationen zur Kariesprophylaxe in acht Sprachen.
- Umfassende Broschüre „Starke Zähne“ sowie ein Patientenblock zur Dokumentation individueller Fluoridierungsmaßnahmen, abgestimmt auf aktuelle fachliche Empfehlungen.
- Poster für Praxen und Einrichtungen mit klaren Hinweisen zur täglichen Kariesprävention.
Das IfK betont, dass die grafische Aufbereitung und einfache Sprache helfen sollen, zentrale Verhaltensregeln—etwa zur richtigen Putztechnik, Nutzen von Fluorid und Bedeutung regelmäßiger Kontrollen—schnell zu vermitteln. Solche klaren Formate können besonders dort Wirkung zeigen, wo reguläre Informationskanäle nicht ausreichen.
Wer profitiert – und wie
Die Angebote zielen auf mehrere Gruppen: Eltern kleiner Kinder, Menschen mit eingeschränkter Literalität, Zugewanderte und Betreuer in sozialen Einrichtungen. Durch einfache Darstellungen und Illustrationen lassen sich Empfehlungen leichter im Familienalltag umsetzen.
Für Zahnarztpraxen bedeuten die Materialien weniger Erklärungsaufwand in der Sprechstunde und eine bessere Standardisierung der Präventionsberatung. Für Eltern heißt das konkret: weniger Unsicherheit bei der Wahl von Zahnpasta und Putzrhythmus sowie klarere Hinweise zur Anwendung von Fluorid.
Wichtige Aspekte auf einen Blick
- Frühe Aufklärung senkt das Risiko von frühkindlicher Karies.
- Leichte Sprache erhöht Zugänglichkeit für viele Menschen.
- Mehrsprachigkeit erweitert die Reichweite in multikulturellen Communities.
- Materialien sind praxisnah und orientieren sich an aktuellen fachlichen Empfehlungen.
Die neuen Versionen sind Teil eines längerfristigen Angebots zur Prävention und Patienteninformation. Wer die Materialien einsetzen möchte, kann sie über die Informationsplattform des IfK abrufen und in Praxen oder sozialen Einrichtungen einsetzen.
Angaben: Institut für Kariesprävention (IfK) / kariesvorbeugung.de












