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Seit Anfang 2026 bietet ein neues, digital gestütztes Ausbildungsprogramm für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) Praxisinhabern eine praktikable Möglichkeit, dem Personalmangel und der fehlenden Ausbildungszeit im Alltag entgegenzuwirken. Die Initiatorin verspricht strukturierte Inhalte, persönliche Begleitung und eine wirtschaftliche Entlastung für Praxen – Gründe, die das Angebot aktuell besonders relevant machen.
Die Idee entstand aus dem Alltag einer Praxis: oft fehlt schlicht die Zeit, junge Auszubildende systematisch einzuarbeiten. Zugleich wächst der Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Vor diesem Hintergrund hat das Dentability-Institut eine modulare, digitale Ausbildungsbegleitung entwickelt, die seit Kurzem verfügbar ist.
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Warum Praxisalltag und Schule allein nicht reichen
In vielen Zahnarztpraxen bleiben strukturierte Ausbildungsphasen auf der Strecke. Das hat mehrere Ursachen: volle Terminbücher, wenig ausgebildete Anleiter, große Klassen in der Berufsschule und häufige Unterrichtsausfälle. Gerade Auszubildende, die sprachlich oder fachlich Unterstützung benötigen, geraten dadurch leicht ins Hintertreffen.

Die Folge sind nicht nur Frustration und erhöhte Abbruchraten – betriebswirtschaftlich sind unzureichend qualifizierte Mitarbeiterinnen teuer. Ausfallzeiten, verzögerte Abrechnungen und reduzierte Prophylaxe-Angebote mindern die Einnahmen und belasten das gesamte Team.
Wie das digitale Modell funktioniert
Das Programm ergänzt die klassische Ausbildung, es ersetzt sie nicht. Kernpunkte sind eine umfangreiche Mediathek mit klar strukturierten Lerneinheiten, synchron begleitende Live-Webinare und direkte Unterstützung im Alltag. Inhalte orientieren sich am offiziellen Ausbildungsrahmenplan und sind didaktisch so aufbereitet, dass Azubis unabhängig vom Praxisbetrieb selbstständig lernen können.
Zu den Merkmalen des Angebots gehören unter anderem:
- Mehrere Hundert strukturierte Webinare, die das Lernzielverzeichnis abdecken und zusätzliche praxisnahe Themen liefern.
- Rund-um-die-Uhr-Zugriff auf Lerninhalte über Desktop und mobile Geräte.
- Wöchentliche Live-Sessions mit Fragerunden sowie ein niedrigschwelliger Supportkanal für schnelle Rückfragen.
- Digitale Lehrmaterialien, die an bestehende Schulbücher angelehnt sind, ergänzt durch Videos und Fallbeispiele.
- Individualisierte Betreuung, damit Lernende in ihrem Tempo Lücken schließen können.
Diese Kombination soll verhindern, dass ausbildungsbedingte Defizite in der Praxis dauerhaft bestehen bleiben. Besonders hilfreich ist das Angebot für Praxen, die zwar ausbilden wollen, aber personelle und zeitliche Ressourcen knapp sind.
Konkreter Nutzen für die Praxis
Ein zentraler Vorteil liegt in der Entlastung des Teams: Wenn Azubis Inhalte außerhalb der Arbeitszeit vertiefen und Fragen in begleiteten Sessions klären, reduziert das die tägliche Anleitungslast. Damit bleibt mehr Zeit für patientennahe Tätigkeiten.

Finanziell rechnet sich das Konzept laut Anbieter schnell. Für einen überschaubaren Beitrag pro Azubi erhalten Praxen eine kontinuierliche Ausbildungsbegleitung, die das Risiko von Ausbildungsabbrüchen verringert und Kosten für Neubesetzungen mindert. Schulungsaufwand, Rekrutierungszeiten und zeitliche Einbußen durch fehlerhafte Abrechnungen können dadurch sinken.
Zahnärztin- und Zahnarzthelferinnen-Teams berichten, dass standardisierte Lernmaterialien und wiederkehrende Live-Termine das Ausbildungsniveau angleichen und alltägliche Rückfragen reduzieren – eine direkte Entlastung für Ausbilderinnen.
Zahlen und Effekte auf einen Blick
- Verfügbar seit Anfang 2026
- Über 400 aufgezeichnete Webinare (Themenbreite: Prophylaxe, Assistenz bei Spezialbehandlungen, Abrechnung, Erste Hilfe)
- 24/7-Zugriff auf Lerninhalte
- Wöchentliche Live-Webinare und direkter Support
- Monatlicher Beitrag unter 50 Euro pro Auszubildendem (laut Anbieter)
Für Praxen bedeutet das: weniger Fluktuation, geringerer Rekrutierungsaufwand und potenziell stabilere Einnahmen – Effekte, die sich mittel- bis langfristig auszahlen können.
Langfristige Zielsetzung und Grenzen
Das Programm zielt darauf ab, mehr Praxen wieder zu motivieren, aktiv auszubilden. Aktuell bildet weniger als die Hälfte der Betriebe in diesem Bereich regelmäßig aus. Eine bessere, planbare Ausbildung könnte diese Zahl erhöhen und damit die gesamte Versorgung stärken.
Gleichzeitig ist klar: Digitale Unterstützung ist kein Allheilmittel. Persönliche Anleitung im Praxisalltag und praktische Erfahrung bleiben unverzichtbar. Das digitale Angebot setzt genau dort an, wo Zeitmangel und heterogene Vorkenntnisse sonst zu Lücken führen.
Aus Sicht der Initiatorinnen und Initiatoren geht es darum, Ausbildung einfacher, verlässlicher und qualitativ hochwertiger zu machen – mit dem Ziel, Fachkräfte zu halten und die Versorgungsqualität zu sichern.
Zur Person
Jennifer Wetendorf hat das Ausbildungsprojekt federführend aufgebaut. Mit mehr als einem Jahrzehnt Praxis-Erfahrung als ZMP und einer Ausbildungsermächtigung der Industrie- und Handelskammer kennt sie die Anforderungen an eine zeitgemäße ZFA-Ausbildung. Im Programm übernimmt sie die fachliche Koordination, die Entwicklung didaktischer Inhalte und die Betreuung der Auszubildenden.











