Die digitale Abrechnung...
Die digitale Abrechnung – voll in die Praxisorganisation integriert
Künftig noch komfortabler, schneller und wirklich papierlos
Im Gesundheitswesen gibt es mit Sicherheit vielfältige Potenziale, die Bürokratiekosten durch den Einsatz moderner Kommunikationstechniken zu reduzieren. Auf welche Schwierigkeiten man hierbei stößt, zeigt sich exemplarisch bei dem Projekt „Einführung der elektronischen Gesundheitskarte„. Diese ist – zumindest bisher – an nicht einfach wegzudiskutierenden Sicherheitsbedenken und an den immensen Kosten für den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur gescheitert.
Auch die private Rechnungslegung (also Eigenanteile gesetzlich Versicherter, Privatpatienten) in der zahnärztlichen Praxis ist ein Vorgang, der heute noch von vielfältigen Medienbrüchen und Ablaufhindernissen geprägt ist. Als durchgängiger Prozess vom Dentallabor über die Zahnarztpraxis bis zur Abrechnungsgesellschaft – und in weiterer Zukunft über den Patienten vielleicht sogar bis zu dessen Kostenträger – gedacht, steckt auch in diesem Vorgang ein erhebliches Potenzial, Zeit und damit Kosten zu sparen. Die bereits erwähnten Medienbrüche – der erste findet bereits bei der Abrechnung der Laborkosten statt, da die entsprechenden Belege in aller Regel die Praxis in Papierform erreichen und dort zeitaufwendig digitalisiert werden müssen – bedingen, dass der Begriff digitale oder elektronische Abrechnung nicht gleichzusetzen ist mit „papierlos„.
Künftig werden die gemeinsamen Bemühungen der Praxissoftware-Hersteller und der Abrechnungsgesellschaften dazu führen, dass die digitale Abrechnung ein in die Praxisorganisation voll integrierter Ablauf wird.
ZADialog
Die ZA AG bietet ihren Kunden hierzu ihr Informationssystem ZADialog an, dessen erste Version bereits 1996 „online„ gegangen ist und dessen Nutzung unentgeltlich ist. Die wesentlichen Funktionen sind
• Übermittlung der aus der Praxis-Software exportierten Abrechnungsdaten zur Erstellung der Rechnungen in der ZA AG,
• tagesaktuelle Informationen zu allen Rechnungen im Forderungsmanagement,
• Erstellung und Übermittlung von Ankauf-Anfragen, die der Praxis die Sicherheit geben, dass die Forderung nach abgeschlossener Behandlung auch angekauft wird.
Hierzu wird der ZADialogReader in der aktuellen Version 7.1 zur Verfügung gestellt, der in sehr unterschiedlichen IT-Infrastrukturen in der Praxis – von der Einzelplatzinstallation bis zur voll vernetzten Praxis – unter MS-Windows einsetzbar ist. Durch die Zwischenspeicherung der Informationen in einer lokalen Datenbank ist es möglich, auch an Arbeitsplätzen ohne Internetzugang mit dem ZADialogReader zu arbeiten. Beispielsweise können an der Rezeption Ankauf-Anfragen erfasst werden, die dann von einem anderen PC aus, der über Internet-Zugang verfügt, gesammelt an die ZA AG übertragen werden.
Digitale Abrechnung
Nach Abschluss der Leistungserfassung werden die zur Rechnungserstellung notwendigen Daten zu allen entsprechend markierten Patienten von der Abrechnungssoftware in eine Abrechnungsdatei exportiert und sofort verschlüsselt, um unbefugte Einsichtnahme oder Manipulation an den Daten zu verhindern. Aufbau und Inhalt dieser Datei sind durch den VDDS (www.vdds.de) normiert; alle Mitgliedsfirmen nutzen diesen Quasi-Standard.
Im ZADialogReader wird diese Datei ausgewählt und über einen SSL-verschlüsselten Internet-Kanal übertragen. Im Rechenzentrum der ZA AG wird die Datei entschlüsselt und aufbereitet, sodass hier die Rechnungen gedruckt werden können. Nach Zusortierung von Original-Anlagen werden die Rechnungen verschickt und die Kaufpreise in der Regel bereits am nächsten Werktag an die Praxis ausgezahlt.
Die aktuellen Bestrebungen im VDDS zielen darauf ab, den Standard so zu erweitern, dass die Übertragung der Abrechnungsdatei an das Rechenzentrum zukünftig direkt aus der Abrechnungssoftware heraus initiiert werden kann. Darüber hinaus soll auch der elektronische Versand digitaler oder digitalisierter Rechnungs-Anlagen in diesen Arbeitsgang integriert werden. Dieser Ansatz bietet die Perspektive, bei Einsatz einer entsprechenden, modernen Abrechnungs-Software zukünftig die elektronische Abrechnung noch komfortabler, schneller und wirklich papierlos durchzuführen.
Wolfgang Hahn, Düsseldorf
Diplom-Volkswirt Wolfgang Hahn, Jahrgang 1961, ist seit 1989 bei der ZA tätig; bis 2008 schwerpunktmäßig im Bereich IT-Projekte. Er war an der Entwicklung neuer Produkte wie ZADialog, Partner-Factoring sowie Ankauf-Anfragen beteiligt. Seitdem betreut er als Mitglied der Geschäftsleitung den Bereich Leistungen.
E-Mail:
(Artikel gekürzt)
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Chance Praxis 1/2011.
zurück
Home




