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Eine neue Glasur verspricht, einen bekannten Schwachpunkt moderner Zahnrestaurationen unsichtbar zu machen: ungleichmäßige Fluoreszenz unter LED- und Schwarzlicht. Ein Labor in Augsburg und ein Zahnarzt haben die priti perfect glaze extra fluo vor dem Marktstart geprüft – mit konkreten Befunden, die für Patientenästhetik und Praxisablauf relevant sind.
Praxisnahe Tests in verschiedenen Lichtspektren
Die Prüfung übernahm das Labor Highfield.Design zusammen mit Dr. Alexander Grau. Anlass war die Beobachtung, dass zeitgemäße LED-Beleuchtung andere Wellenlängen liefert als klassische Lichtquellen – ein Faktor, der verblendete Restaurationen in Freizeit- und Fotoumgebungen sichtbar machen kann. Vor diesem Hintergrund wollten die Prüfer wissen, ob die neue Glasur diese Lücke schließt.
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Im Labor wurden mehrere Schwarzlichtquellen eingesetzt, um das Spektrum von kurzwelligen bis langwelligen UV-Anteilen abzudecken. Ergebnis: Die Oberfläche zeigte eine gleichmäßigere Reaktion über einen erweiterten Bereich.
Die Bedeutung ist praktisch: Patienten erleben ihre Zähne nicht nur im Praxislicht, sondern auch unter LED-Leuchten, beim Fotografieren oder im Nachtleben. Eine unpassende Fluoreszenz wird dort schnell auffällig und wirkt störend.
Handhabung, Brennverhalten, Ästhetik
Die Techniker beschrieben das Auftragen als einfach kontrollierbar: die Glasur liegt pastös, lässt sich gut mit dem Pinsel dosieren und formt sich ohne unerwünschte Strukturveränderungen. Allerdings zeigte sich in der Anwendung, dass ein einzelner Brand häufig nicht ausreicht, um die notwendige Schichtstärke zu erreichen, ohne die Optik zu beeinträchtigen.
Demnach empfiehlt das Team einen zweifachen Brand, um die gewünschte Deckkraft zu erzielen und die Oberfläche in verschiedenen Lichtverhältnissen konsistent wirken zu lassen.
| Prüfaspekt | Beobachtung / Ergebnis |
|---|---|
| Wellenlängenbereich | 365–395 nm – durchgehende Reaktion im Test |
| Auftrag & Konsistenz | Pastös, gute Pinselsteuerung, einfache Handhabung |
| Brennvorgang | Meist zwei Brände nötig für ausreichende Schichtstärke |
| Getestete Indikation | Molaren und Teilkronen; Frontzähne stehen noch aus |
| Ästhetische Wirkung | Verschmelzen mit natürlichem Zahn bei unterschiedlichen Lichtquellen |
Die Tests fanden zunächst an einer Seitenzahnkrone und einer Teilkrone statt. Die Prüfer räumten ein, dass ein Frontzahntest noch aussagekräftiger wäre, planen aber eine Publikation mit einem Patientenfall, um die Performance im sichtbaren Bereich zu dokumentieren.
Dr. Grau betonte, dass Fluoreszenz nicht nur ein technisches Detail sei, sondern eine Frage des Alltagskomforts für Patientinnen und Patienten: Erst wenn das Zusammenspiel von Keramik, Glasur und Licht stimmt, bleibt ein Zahnersatz in sozialen Situationen unauffällig.
- Was das für Praxen bedeutet: Laborkommunikation über gewünschte Fluoreszenzprofile wird wichtiger.
- Für Patienten kann eine angepasste Glasur das Risiko reduzieren, bei Fotos oder in Clubs als „unecht“ erkannt zu werden.
- Für Techniker heißt das: eventuell mehr Brennvorgänge einplanen und die Schichtdicke exakt kontrollieren.
Insgesamt sehen die Prüfer die priti perfect glaze extra fluo als sinnvolle Antwort auf veränderte Lichtbedingungen in der Gegenwart. Konkrete Empfehlungen und Patientenbeispiele sollen die nächsten Schritte des Labors und des Zahnarztes begleiten, bevor die Glasur breit in der Routine Verwendung findet.












