Equal Pay Day: 8 Fakten zum 18. März

Frauen und Männer sind zwar gleichberechtigt. Ihre Gleichstellung ist aber noch nicht erreicht – auch in Deutschland nicht. Noch immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit fast ein Viertel weniger als Männer.

Kein Wunder, wenn das Geld nicht bis zum Monatsende reicht: Frauen verdienen für die gleiche Leistung knapp ein Viertel weniger als Männer. (Foto: Shutterstock/Andrey Popov

Kein Wunder, wenn das Geld nicht bis zum Monatsende reicht: Frauen verdienen für die gleiche Leistung knapp ein Viertel weniger als Männer. (Foto: Shutterstock/Andrey Popov

Die Fakten im Überblick:

Gender Pay Gap

Im Jahr 2015 betrug der Abstand der Stundenverdienste von Frauen und Männern 21,3 Prozent. Frauen kamen auf einen durchschnittlichen Stundenverdienst von 16,20 Euro, Männer auf 20,59 Euro. 2016, so die gerade vorgelegten Daten des Statistischen Bundesamts, verdienten Frauen durchschnittlich 16,26 Euro brutto pro Stunde. Damit lag ihr Stundenverdienst rund 21 Prozent unter dem der Männer mit 20,71 Euro.

Minijobs

Der Anteil der Frauen bei den Minijobbern (ohne Nebenjobs) lag 2015 bei 62,9 Prozent. Der Anteil der Männer betrug 37,1 Prozent.

Frauen in Vorständen

2015 besetzten Frauen lediglich 5,4 Prozent der Vorstandsposten in börsennotierten Unternehmen. Auf 94,6 Prozent der Chefsessel nahmen Männer Platz.

Frauen im Betriebsrat

2015 waren 26,9 Prozent der Betriebsratsvorsitzenden weiblich, 73,1 Prozent waren männlich.

Gender Pension Gap

2014 erhielten Frauen im Schnitt 419 Euro weniger Rente als Männer. Rentnerinnen kamen auf 618, Rentner auf 1.037 Euro.

Gender Care Gap

Vollzeitbeschäftigte Mütter von Kleinkindern leisten mit 125 Minuten pro Tag erheblich mehr Fürsorgearbeit als vollzeitbeschäftigte Väter. Letztere kümmern sich täglich nur 77 Minuten um den Nachwuchs.

Vereinbarkeit

In Haushalten mit Kind arbeiteten 69,8 Prozent der Frauen, aber nur 5,4 Prozent der Männer im Jahr 2014 in Teilzeit.

Bildung

Von den 20- bis 29-Jährigen, die 2015 das Abitur oder die Fachhochschulreife hatten, waren 53,8 Prozent weiblich.

Auf Basis von Zahlen aus dem GenderDatenPortal des Wissenschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) verdeutlicht ein Schaubild ein paar markante Eckdaten.
WSI_Genderdatenportal_Weltfrauentag_2017

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