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Die lieben Kollegen – wie man als Assistent im Kollegendschungel überlebt

Mancher junge Zahnmediziner möchte sich nach abgeschlossenem Studium (noch) nicht auf eine Niederlassung im erlernten Beruf einlassen. Er denkt sich: An der Uni ist es doch ganz angenehm – gewohnte Umgebung, viele junge Kollegen, Hand in Hand zusammenarbeiten, sich austauschen, von einander profitieren. Was gibt es also Schöneres als eine angenehme Arbeitsatmosphäre unter „Gleichgesinnten“? Auch privat sieht sich der Jungassistent hier eher Kontakte knüpfen als regelmäßig mit einem Praxis-Chef nach Feierabend ein Bier trinken.

Konkurrenz im Assistentenalltag gibt es häufiger, als man denkt. Foto: ProDente e.V. [1]

Konkurrenz im Assistentenalltag gibt es häufiger, als man denkt. Foto: ProDente e.V.

Prinzipiell stimme ich ihm da zu. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, unser Klinikassistent wird schnell merken, dass auch an der Universität nicht alles Gold ist, was glänzt. Im Assistentenalltag spielt nämlich ein Aspekt eine entscheidende Rolle: Konkurrenz.

Wie sich diese Konkurrenz zeigt, ist mannigfaltig und ein paar typische Spezies aus dem Kollegenbiotop seien hier vorgestellt:

Das soll nun nicht heißen, dass es nicht auch angenehme Abteilungen mit netten Kollegen und entspanntem Arbeitsklima gibt. Auch treffen vorgestellte Spezies selten alle zur gleichen Zeit in einer Abteilung aufeinander. Aber der Klinikassistent sollte sich beim Berufseinstieg nicht wundern, wenn ihm jemand aus diesem Biotop begegnet.

Ein paar Tipps von mir, um sich im Kollegendschungel an der Uni zurechtzufinden: Der entspannte Umgang mit genannten Spezies ist sicher das wichtigste – auch wenn man sich natürlich über sie aufregt. Gegen solche über die Jahre gewachsenen Klinikstrukturen kann ein Einzelner nicht angehen. Unser Jungassistent muss sehen, wie er sich in akzeptabler Form mit den Gegebenheiten arrangiert und entscheiden, ob auch er ein Biotopler werden will oder es besser macht – wenn er etwas ändern kann, dann nur so.
Dr. A. Watson