Zahnmedizin zum Ausprobieren

50 Interessierte konnten im Schnupperstudium am 21. und 22. April an der UW/H probeweise Zahnmedizin studieren.

Die gesamte Gruppe der Schnupperstudierenden mit allen Helfern. Foto: UW/H

Die gesamte Gruppe der Schnupperstudierenden mit allen Helfern. Foto: UW/H

Ein studentisches Gremium der Universität Witten/Herdecke (U/WH) stand  kürzlich vor der schwierigen Aufgabe, aus 160 Bewerbungen 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das  zweitägige Schnupperstudium Zahnmedizin auszuwählen. Am 21. und 22. April 2016 war es dann soweit: Studieninteressierte aus ganz Deutschland reisten teils mit extra Gepäck wie Gitarre oder kunstvoll gestalteten Zahnmodellen in Witten an, um Entscheidungshilfe für die Frage zu bekommen, ob ein Studium der Zahnmedizin das Richtige für sie ist.

Arbeiten am Phantomkopf (Foto: UW/H)

Arbeiten am Phantomkopf (Foto: UW/H)

Das Team Campus Relations um Sebastian Benkhofer organisierte das zweitägige abwechslungsreiche Programm zur Studienorientierung. Neben praktischen Übungen, wie zum Beispiel die Arbeit am Phantomkopf oder das Mikroskopieren von Zähnen, vermittelt die Veranstaltung auch theoretisches Einstiegswissen in verschiedene zahnmedizinische Disziplinen. Für die fachliche Betreuung standen vier Professoren sowie mehrere Oberärzte und Zahnärzte an beiden Tagen zur Verfügung. 25 Zahnmedizin-Studierende, unter ihnen auch ehemalige Teilnehmer des Schnupperstudiums, unterstützten bei der Durchführung und beantworteten viele Fragen rund um Studium und Universität.

Info: 
Am 3. und 4. November 2016 findet das nächste Schnupperstudium Zahnmedizin statt. Die Bewerbungsphase startet am 15. Juli 2016.

Große Nähe zu den Studierenden und den Professoren

„Besonders die Nähe zu den Studierenden und den Professoren sowie die lockere Atmosphäre wurden sehr gelobt“, so Prof. Dr. Stefan Zimmer, Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der UW/H. Für ihn ist das Schnupperstudium eine gute Möglichkeit, den Kreis der Studieninteressierten zu erweitern. „Der Zahnarztberuf verlangt viel manuelles Geschick, um zum Beispiel eine Kavität für eine Füllung herzustellen – wie bei einer Kariesbehandlung nötig – dabei aber nicht zu viel Zahnsubstanz wegzuschleifen. Die Gelegenheit, dieses Geschick unter realen Bedingungen auszuprobieren, hat man hier in Witten“. In der dreistündigen Kavitäten –Präparationsübung am Phantomkopf erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Highlight: Präparationsübung am Phantomkopf

„Mein Highlight war die Präparationsübung am Phantomkopf, aber auch der direkte Kontakt zu den Professoren und Studierenden. Ich wollte herausfinden, ob die Uni zu mir passt und ob ich mich hier wohlfühlen würde. Das Schnupperstudium kann ich nur jedem empfehlen, der klären möchte, ob ein Zahnmedizinstudium etwas für einen ist. Diese Einblicke und Möglichkeiten gibt es an keiner anderen Universität!“ (Pinar Kaya aus Berlin, 22 Jahre).

Zehn Teilnehmerplätze wurden wieder als Stipendien an Bildungspioniere vergeben. „Bildungspioniere sind für uns Menschen, die als erste in ihrer Familie studieren“, erläutert Prof. Zimmer. „Ich komme selbst aus einer Arbeiterfamilie und begrüße die Regelung, zehn Interessenten ohne familiärem Akademiker-Hintergrund die Teilnahme zu ermöglichen. Damit möchten wir die gewünschte Heterogenität im Schnupperstudium und auch später im Studium sicherstellen.“

 

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