Social Media: Sicherer Umgang im Alltag

Facebook, Twitter oder Google+ – soziale Netzwerke dominieren den Alltag. Doch immer noch gehen Nutzer sorglos mit ihren persönlichen Daten darin um. 8 Tipps für den sicheren Umgang gibt das BSI.

Twitter gehört neben Facebook zu den beliebtesten sozialen Netzwerken. • Nutzer sollten genau überlegen, welche persönlichen Daten sie preisgeben wollen. (© ferhaterdem/fotolia)

Twitter gehört neben Facebook zu den beliebtesten sozialen Netzwerken. • Nutzer sollten genau überlegen, welche persönlichen Daten sie preisgeben wollen. (© ferhaterdem/fotolia)

Ob zum Kommunizieren, Daten austauschen, Veranstaltungen bewerben oder Kontakt halten mit alten Freunden: Soziale Netzwerke erlauben ihren Nutzern je nach Ausrichtung zahlreiche Möglichkeiten der Präsentation und Interaktion. Dafür geben Nutzer in ihren Profilen eine Vielzahl an persönlichen Daten preis. Welche Konsequenzen dies haben kann, wissen sie häufig nicht. Das teilt das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) mit.

Privates sollte privat bleiben

Würden Privatsphäre-Einstellungen bei der Eröffnung eines Nutzerprofils nicht ausreichend vorgenommen, seien die im Profil eingegebenen Daten in der Regel automatisch für alle Nutzer sichtbar und das Nutzerprofil über Suchmaschinen auffindbar – auch für Betrüger oder andere Online-Kriminelle. Laut BSI ist dem Nutzer dabei häufig nicht klar, dass oftmals gewinnorientierte Unternehmen diese Daten nutzen, um beispielsweise personalisierte Werbung zu platzieren. Informationen, Texte und Bilder würden sich auch außerhalb der Netzwerke speichern lassen.

Mobbing ist erstarkt

Dadurch können diese Daten unkontrolliert im Netz kursieren und auf anderen Plattformen missbraucht werden. Gleichzeitig haben soziale Netzwerke dem Mobbing eine neue öffentliche Qualität verschafft. Einzelne Personen lassen sich bewusst aus Freundesgruppen ausschließen, ihre digitalen Pinnwände können mit öffentlichen Beleidigungen bombardiert werden.

Ein Ziel von Betrügern ist es, an die persönlichen Zugangsdaten für soziale Netzwerke zu gelangen. Sie verschicken beispielsweise E-Mails mit einem unbekannten Link, der auf eine gefälschte Startseite führt. Geben Anwender dort Nutzernamen und Passwort ein, werden diese von Betrügern „gefischt“, sodass sie vollen Zugriff auf den echten Account haben.

Dadurch ist es ihnen unter anderem möglich, im Namen des Nutzers Nachrichten zu versenden oder kostenpflichtige Anwendungen herunterzuladen.

Empfehlungen für mehr Sicherheit

Anwender sollten bestimmte Regeln bei der Nutzung von sozialen Netzwerken einhalten, um ihre Daten vor ungesicherten Zugriffen zu schützen. Das BSI gibt die folgenden Tipps:

 8 Tipps für einen sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken:

  • Nutzer sollten genau überlegen, welche persönlichen Daten und Informationen sie preisgeben wollen. Wenn man solche Daten veröffentlichen möchte, dann sollte dies nur selektiv und an definierte Nutzerkreise geschehen.
  • Verschiedene E-Mail-Adressen für verschiedene soziale Netzwerke und sichere Passwörter verwenden.
  • Unbedingt die Datenschutzrichtlinien und Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, denn manche sozialen Netzwerke räumen sich an jeder privaten Veröffentlichung Nutzungsrechte ein. Augenmerk auf die eigene Privatsphäre richten: soziale Netzwerke bieten verschiedene Einstellungen, um die Sichtbarkeit des eigenen Profils zu regeln.
  • Nur Personen in den eigenen Kontaktkreis aufnehmen, die persönlich bekannt sind. Oft sind in der virtuellen Welt Freundschaften schneller geschlossen als in der Realität. Die Nutzung des „Melde“-Buttons für unseriöse Profile oder Belästigungen bietet die Möglichkeit, bei den Betreibern von sozialen Netzwerken auf diese Profile hinzuweisen.
  • Nicht unüberlegt auf Links klicken. Kriminelle nutzen soziale Netzwerke, um Nutzer auf bösartige Webseiten zu locken.
  • Hinter Anfragen, Links oder der Installation von Add-Ons und Plug-Ins verbergen sich oft Viren oder andere Malware. Daher hier ganz besondere Vorsicht walten lassen.
  • Bei der Nutzung von sozialen Netzwerken via Mobilgeräten sollten niemals Passwörter auf dem Gerät gespeichert werden, die im Falle eines Diebstahls Zugang zum eigenen Profil bieten.
  • Vorsicht bei Drittanbietern, wie beispielsweise Spieleanbietern. Denn dahinter stecken oftmals externe Firmen, deren Sicherheitsstandards nicht denen des sozialen Netzwerks entsprechen.

cp

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