Prof. Dr. Michael Walter neuer Präsident der DGZMK

Mit Professor Dr. Michael Walter (TU Dresden) übernimmt ein Prothetiker die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke an.

 

DGZMK-Präsident Prof. Dr. Michael Walter nimmt beim Deutschen Zahnärztetag 2016 Stellung zu seinem neuen Amt. (© DZW-TV)

 

Kernkompetenzen der DGZMK pflegen und ausbauen

Prof. Dr. Michael Walter (TU Dresden) Michelle Spillner/DGZMK

Prof. Dr. Michael Walter (TU Dresden)
Michelle Spillner/DGZMK

Nach dem Zahnärztetag 2016 rückte Walter turnusgemäß aus der Rolle des Präsidenten elect an die Spitze des Dachverbands der wissenschaftlichen Zahnmedizin in Deutschland. Als neuer Präsident der über 22.000 Mitglieder starken und ältesten zahnmedizinischen Gesellschaft Deutschlands sieht er Unabhängigkeit und Wissenschaftlichkeit als Handlungsmaxime für seine dreijährige Amtszeit, die mit dem Ende des Deutschen Zahnärztetages in Berlin offiziell begann.

Forschungsschwerpunkte: Versorgungsforschung und klinische Therapiestudien

Prof. Walter ist Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden und hat bereits vier Jahre Präsidentschaftserfahrung bei der DGPro gesammelt. Seine aktuellen Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Versorgungsforschung und klinische Therapiestudien.

Förderung der Forschung und Wissenstransfer in die Praxen ausbauen

„Die selbstbewusste Vertretung der wissenschaftlichen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in ihrer ganzen Breite, die Förderung der Forschung und der Wissenstransfer in die Praxen – das sind die Kernkompetenzen der DGZMK“, erläutert Prof. Walter. „Diese Tätigkeitsfelder müssen wir weiter pflegen und nach Möglichkeit ausbauen.“

Moderner Fortbildung und Informationsvermittlung

Dem immer schnelleren Wissenswandel und der stetigen Vergrößerung des Therapiespektrums durch neue Verfahren und Materialien sollte aus seiner Sicht mit einer Stärkung der experimentellen, klinischen und Versorgungsforschung begegnet werden. Nur so könne die unverzichtbare Evidenzbasierung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde weiter verbessert werden. Die Übertragung des aktuellen Wissens in den Praxisalltag will Walter mit moderner Fortbildung und Informationsvermittlung befördern.

Owidi – Neues Online-Portal zur fachlichen Informationsgewinnung

Hier sieht er die besondere Qualität der Akademie Praxis und Wissenschaft der DGZMK und die neue Wissensplattform Owidi als Trümpfe im Ärmel: „Besonders von Owidi, dem Portal mit den innovativen Angeboten zur fachlichen Informationsgewinnung, erwarten wir uns einen großen Schritt nach vorn.“ Dort würden auch die aktuellen Leitlinien und Wissenschaftlichen Mitteilungen angeboten.

Der Kommerzialisierung der Zahnmedizin entgegentreten

Prof. Walter sieht bei der Positionierung der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in der Medizin „die weitere Festigung ihrer Stellung als medizinische Disziplin auf Augenhöhe“ als große Herausforderung. „Ganz wichtig ist mir auch, der immer weiter voranschreitenden Kommerzialisierung der Zahnmedizin entgegenzutreten, bei allem Verständnis für die Ursachen dieses Trends“, erklärt Walter.

Die Zahnmedizin der Zukunft soll patientenorientiert sein

Die Zahnmedizin der Zukunft solle patientenorientiert, individuell und wissenschaftlich begründet sein. „Dafür möchte ich mich stark machen in meiner Tätigkeit als Hochschullehrer in Dresden, aber auch ganz besonders als Präsident der DGZMK.“

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