MHH-Promotionsfeier: Auch zehn Zahnmediziner dabei

Geschafft: Acht Zahnmedizinerinnen und zwei Zahnmediziner sowie 48 junge Medizinerinnen und 41 Mediziner, fünf Doktorinnen und sieben Doktoren der Naturwissenschaften, fünf Humanbiologinnen sowie zwei Doktorandinnen der Bevölkerungsmedizin erhielten am 11. November ihre Promotionsurkunden.

Die beiden Promotionspreisträger Dr. Jennifer Paijo und Dr. Simon Becker. Foto: MHH/Kaiser

Die beiden Promotionspreisträger Dr. Jennifer Paijo und Dr. Simon Becker. Foto: MHH/Kaiser

Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner, Forschungsdekanin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), überreichte die Urkunden. 14 Doktoranden haben „mit Auszeichnung“ abgeschlossen.

Zwei MHH-Doktoranden erhielten die mit je 2.500 Euro dotierten Promotionspreise als herausragende Auszeichnung. Professorin Hilfiker-Kleiner überreichte sie gemeinsam mit Dr. Cornelia Goesmann, Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der MHH e.V., an Dr. rer. nat. Jennifer Paijo (30), MHH/Twincore, Experimentelle Infektiologie, und Dr. med. Simon Becker (29) MHH-Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie.

So wehren Immunzellen das menschliche Zytomegalievirus ab

Dr. Jennifer Paijo untersuchte, wie bestimmte Immunzellen das menschliche Zytomegalievirus abwehren. Das Virus kann bei Immungeschwächten schwere Erkrankungen hervorrufen und ist der häufigste Grund für infektionsbedingte Missbildungen bei Neugeborenen. Bisher gibt es gegen dieses Virus noch keine effektive Impfung. Um Ansätze zum Schutz vor diesem Virus entwickeln zu können, müssen die Wechselwirkungen des Virus mit dem Immunsystem besser verstanden werden. Deswegen hat Dr. Paijo untersucht, wie bestimmte Immunzellen das Virus erkennen und so für die Produktion des Botenstoffs Typ-I-Interferon sorgen. Dieser vermittelt anderen Körperzellen, dass sie sich gegen das Virus wappnen müssen. Die Wissenschaftlerin hat erkannt, dass die beiden DNA-Sensoren cGAS und TLR9 diesen Prozess in Makrophagen und dendritischen Zellen verantworten.

Organfunktionen vor der Transplantation verbessern

Dr. Simon Becker verglich in seiner Doktorarbeit zwei unterschiedliche Flüssigkeiten, die verwendet werden, um die Qualität von Spenderlungen nach der Organentnahme und vor einer Transplantation untersuchen zu können. Bei den sogenannten Perfusionslösungen handelt es sich um eine zellfreie Flüssigkeit und eine zweite, die rote Blutkörperchen enthält. Während die Lungen mit diesen Lösungen körperwarm durchspült werden, können Ärzte die Organe untersuchen, bewerten und deren Funktion vor der Transplantation verbessern. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass sich beide Flüssigkeiten gleichermaßen für diesen Zweck eignen.

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