Lücke zwischen Human- und Zahnmedizin geschlossen — IMDI nimmt Betrieb auf

Das Institute für Medical and Dental Innvovations (IMDI) ist als neues An-Institut der Universität Witten/Herdecke (UW/H) gestartet. Eine Bereicherung für die wissenschaftliche und praktische Arbeit in der Zahnmedizin, sagt Prof. Dr. Stefan Zimmer, Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der UW/H.

Dr. Frank Haustein (Foto: Haustein/UW/H)

Dr. Frank Haustein (Foto: Haustein/UW/H)

Zum Oktober dieses Jahres hat das IMDI als neues An-Institut der UW/H seinen Betrieb aufgenommen. Das IMDI mit Standorten auf dem Campus in Witten und im BioMedizinZentrum in Dortmund kooperiert als wissenschaftliche Einrichtung mit der Fakultät für Gesundheit der UW/H.

Offizielle Einweihung am 30. Oktober 2015

Am Freitag, 30. Oktober 2015 (10.30 Uhr, Zahnmedizinisch Biowissenschaftliches Forschungs- und Entwicklungszentrum Witten, Alfred-Herrhausen-Str. 45), wird das IMDI offiziell eingeweiht.

Prof. Dr. Stefan Zimmer, Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der UW/H, beurteilt das neue An-Institut als Bereicherung für die wissenschaftliche und praktische Arbeit in der Zahnmedizin.

Bereicherung für die wissenschaftliche und praktische Arbeit in der Zahnmedizin

„Die Kooperation der UW/H mit anderen Universitäten, die fächerübergreifende Zusammenarbeit hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Beschwerden und Erkrankungen werden sicherlich Fortschritte zum Wohl unserer Patienten hervorbringen. Dem IMDI wünsche ich für die Erfüllung seiner Aufgaben viel Erfolg.“

Digitale Verfahrenskette ohne Medienbrüche für die Zahnmedizin

„Das Institut hat sich zur Aufgabe gemacht, digitale Systemkomponenten für eine vollständig geschlossene, digitale Verfahrenskette ohne Medienbrüche für die Zahnmedizin und verschiedene Bereiche der Medizin zu entwickeln“, erläutert IMDI-Geschäftsführer Dr. Frank Haustein.

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

In diesem Kontext freut sich das IMDI auch über die Bewilligung eines ersten, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekts unter anderem in Kooperation mit der Neurochirurgie der Ruhr-Universität Bochum.

Weltweit neuartigen Verfahrens zur optisch-geführten Anlage einer externen Ventrikeldrainage

„OptoDrain“, so der Projektname, befasst sich mit der Entwicklung eines weltweit neuartigen Verfahrens zur optisch-geführten Anlage einer externen Ventrikeldrainage (EVD) auf Basis von Minikameras und Markern. Kameras und Marker dienen der Nachverfolgung eines Katheters, der in einen mit Liquor (Nervenwasser) gefüllten Hohlraum im Hirn positioniert wird. Dies dient zur Ableitung von Liquor oder zur Hirndruckmessung bei einer traumatischen Hirnschwellung.

Höhere Präzision und Sicherheit

Vorteil dieser neuen Methode ist die erheblich höhere Präzision und Sicherheit gegenüber der sonst gebräuchlichen „freihändigen“ Methode, die sich lediglich an anatomischen Landmarken orientiert.

Craniomedizin als weiterer Schwerpunkt

Wie der Initiator des IMDI und Alumnus der UWH, Dr. Dr. Stephan Weihe erklärt, ist ein weiterer Schwerpunkt der Institutsarbeit die Craniomedizin. Unter anderem sind auch in diesem Bereich weitere Forschungsprojekte beantragt oder in Planung.

Fortbildungen für niedergelassene Zahnmediziner und Zahntechniker

Der Leiter der Abteilung Craniomedizin, Gerd Christiansen, ein renommierter Spezialist im Bereich der funktionellen und ganzheitlichen Zahnheilkunde, plant neben wissenschaftlichen Studien vor allem die Durchführung von Fortbildungen insbesondere für niedergelassene Zahnmediziner, aber auch für Zahntechniker. Die geplanten Studien sollen über den Zusammenhang zwischen Kiefergelenk und körperlichen Symptomen wie zum Beispiel Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen sowie Tinnitus (Ohrgeräusche) Aufschluss geben.

Weitere Kooperationen mit TH Amberg und TU Dortmund

Durch weitere Kooperationen des IMDI unter anderem mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Amberg-Weiden und der Technischen Universität Dortmund möchte die UH/W wissenschaftlich sinnvoll Lücken zwischen Medizin und Zahnmedizin auf der einen sowie Ingenieurwesen und Informatik auf der anderen Seite schließen.

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