Existenzgründer: Checkliste für Chefs bei der Mitarbeitersuche 

Junge Zahnärzte, die sich mit einer eigenen Praxis selbstständig machen möchten, müssen auch das richtige Personal einstellen. Doch gerade hier können sie am meisten Fehler machen. Eine Checkliste kann helfen, sie zu vermeiden.

Die rechtzeitige Suche nach passenden Mitarbeitern bewahrt junge Zahnmediziner vor Fehlentscheidungen. Foto: Fotolia/Jeanette Dietl

Die rechtzeitige Suche nach passenden Mitarbeitern bewahrt junge Zahnmediziner vor Fehlentscheidungen. Foto: Fotolia/Jeanette Dietl

So vermeiden Sie Fehler bei Personalentscheidungen 

Viele Gründer entscheiden sich zu Beginn ihrer Tätigkeit oft für die falschen Mitarbeiter. Das macht sich rasch bemerkbar, wenn die Mitarbeiter beispielsweise nur Dienst nach Vorschrift machen oder einfach die Arbeitsleistung zu wünschen übrig lässt. Die Gründe für die fehlerhafte Einstellung der Mitarbeiter sind ebenso vielfältig wie diejenigen, einer falschen Personalentscheidung vorzubeugen. Aus diesem Grund hat das Gründerlexikon auf seiner Webseite eine Checkliste zusammengestellt, wie Fehler bei Personalentscheidungen vermieden werden können.

Welche Aufgaben auf neuen Mitarbeiter warten

Demzufolge werden schon die ersten Fehler begangen, wenn man erst nach Mitarbeitern sucht, wenn man dringend Unterstützung benötigt. Die Personalsuche ist eine kontinuierliche Aufgabe, die ständig im Arbeitsalltag eingeplant werden sollte. Wer sich nur drei oder vier Bewerber ansieht, hat gute Chancen, den Falschen einzustellen.

Laut Angaben des Gründerlexikons besteht der zweite Fehler darin, dass Sie meist versuchen, ungeliebte Aufgaben an den Mitarbeiter abzugeben. Schon im Vorstellungsgespräch sollten Sie genau erklären, welche Aufgaben der Mitarbeiter übernehmen soll.

Potenzielle Mitarbeiter in zwei Gruppen einteilen

Sollten Sie allerdings selbst eine negative Einstellung zu diesen Aufgaben haben, merkt das auch Ihr Gegenüber. Seine Arbeitsleistung wird folglich schnell herabgesetzt. Grundsätzlich können Sie potenzielle Mitarbeiter in zwei Gruppen unterscheiden: diejenigen, die eine Aufgabe suchen und diejenigen, die einen Arbeitsplatz suchen.

Während die erste Gruppe motiviert ans Werk geht und sich ständig verbessern möchte, hat die zweite Gruppe ihr Ziel mit dem Arbeitsvertrag erreicht und die Leistungen werden nachlassen.

Aufgaben klar benennen

Damit Sie sich von Anfang an für die richtigen Mitarbeiter entscheiden können, sollten Sie deren Aufgaben klar benennen können. Spielen Sie sie nicht herunter, erkennen Sie die Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die Arbeit, die Ihnen Mitarbeiter abnehmen, an. Das muss nicht immer finanziell geschehen, ein Lob ist vielen Mitarbeitern mehr wert als ein Plus auf dem Lohnzettel.

Darüber hinaus empfiehlt der Autor des Artikels, die Mitarbeiter nicht nur nach Sympathie und Zeugnissen auszuwählen, sondern sie auch Probe arbeiten zu lassen, um zu sehen, wie sie sich ins Team integrieren. Hinterfragen Sie die Einstellung Ihrer Mitarbeiter.

Team in Personalentscheidung miteinbeziehen

Wie eine der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) vorliegende Studie des britischen Behavioural Insights Teams (BIT) zeigt, sollten Personalentscheidungen im Team getroffen werden. Wie die „SZ“ berichtet, würden Gruppen ab drei Personen bessere Personalentscheidungen als Einzelpersonen treffen.

Gerade Dreier-Teams würden laut Informationen der „SZ“ unter Berufung auf die BIT-Studie in zwei von drei Fällen die optimale Entscheidung treffen. Im Bericht der „SZ“ wird darüber hinaus darauf hingewiesen, dass die Treffsicherheit einer Gruppe bei Entscheidungen auch davon abhänge, wie die Gruppe zusammengesetzt ist.

Im Idealfall sollten die Mitglieder voneinander und nach außen unabhängig sein, unterschiedliches Fachwissen sowie unterschiedliche Berufserfahrungen haben.
cp

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